Migräne Kohlehydrat, Migräne Ernährung, Carena Barkawi
Migräne Kohlehydrat, Migräne Ernährung, Carena Barkawi
 

Liebe

Leser & Leidensgenossen,

 

an dieser Stelle werden
die von Ihnen gestellten

Fragen & Antworten zum Thema Migräne permanent aktualisiert.

 

Es lohnt sich also, hier immer
wieder mal reinzuschauen!

 

Vielleicht ist auch für Sie eine
wichtige, neue Anti-Migräne-Info dabei?

 21-Tage Anti-Migräne-Diät ungesund und gefährlich?

 

Hallo Frau Barkawi,

gern würde ich die 21-Tage-Diät beginnen, aber ich habe Sorge, dass es ungesund ist und mein Arzt ist der Meinung, es sei gefährlich.

 

 

Liebe Frau R.,

Sie haben sicherlich Recht, genauso wie Ihr Arzt, dass es  wenig zuträglich wäre, sich auf Dauer so zu ernähren.

 

Aber: Hier geht es nicht um eine schmackhafte und ausgewogenen "Brigitte-Diät", sondern um eine Therapie für schwer schmerzkranke Menschen, die lediglich für einen sehr begrenzten und überschaubaren Zeitraum den Hunger als "Trick" und als Weg zur Gesundung nutzt.

 

Viele Millionen Jahre haben Menschen zwischendurch immer wieder mal Hunger erlebt und genau dafür gibt es einen prima Mechanismus im Körper, der nämlich in solchen Momenten auf körpereigenes Fett zugreift. Wenn man nicht gerade super-mega-dünn ist, stellt das also befristet kein Problem dar.

 

Gefährlich ist aus meiner Sicht eher das, was die meisten von uns seit Jahrzehnten machen - übrigens mit ärzlicher Begleitung: Nämlich mehrmals die Woche Schmerzmittel,Triptane, Betablocker, Antidepressiva & Co. zu schlucken!

 

(...ganz zu schweigen von den fürchterlich dunklen Gedanken, die viele von uns haben...wie man diesem entsetzlichen Schmerzen ein für alle Mal entkommen kann...)

 

Fazit: Wenn es Ihnen Sicherheit gibt, spricht nichts dagegen, sich von einem kompetenten Mediziner in der Zeit des Entzuges betreuen zu lassen!

 

Aber bitte lassen Sie sich in (wortwörtlich!) "schwachen Momenten" keine Glucose-Lösung aufschwatzen, denn das konterkariert das Konzept!:-) 

 

No-Carb bei Migräne ist doch ein alter Hut?

 

Hallo Frau Barkawi,

No-Carb ist doch schon lange bekannt, hab ich auch schon alles ausprobiert. Also was ist dran an Ihrem Konzept bzw. was ist anders?

 
Liebe Frau S.,
dass Low-Carb hilfreich ist bei Migräne, ist vielleicht dem ein oder anderen Betroffenen bekannt.
 
Hier gehts aber nicht um Keto-/Low-Carb im Allgemeinen, sondern um Low Carb für Menschen, denen Low Carb bisher NICHT geholfen hat!!! Klingt verrückt?
 
Landläufige No-Carb/Low-Carb-Diäten tolerieren meist noch eine Menge Rest-Kohlenhydrate und gehen auch NICHT mit einem radikalen Entzug vor. So bekommt der Körper kaum die Möglichkeit, sich umzustellen. Wir zwingen ihn aber zur Kapitulation, und das ist radikal anders, vor allem aber erfolgreich!
 
Der harte initiale Entzug ist der Kick! Sicherlich braucht nicht jeder dieses ganz harte Vorgehen, aber für die ganz hartnäckigen Fälle, wie ich einer war, ist diese radikale Nummer ein Segen, denn nur so kommt bei diesen Menschen die Gesundung in Gang!
 
Durch den harten Entzug zu Beginn „lernt" der Körper offenbar zwei Dinge :
 
1. auf Ketose umzuschalten
2. keine Unmengen Adrenalin auszuschütten,
 
Und dann ist endlich Ruhe im "Kopp"! :-))
 

Anti-Migräne-Diät machen ohne das Buch gelesen zu haben?

 

Hallo Frau Barkawi,

ich habe mich mittlerweile gut informiert auf Ihrer durchaus informativen Seite und glaube, ich brauche das Buch nicht mehr zu lesen, denn die Diät ist ja ziemlich einfach. 

 

Liebe Frau K.,

ich freue mich, dass die Homepage so viel Info bietet, dass Sie sich gewappnet fühlen, aber ich kann Sie nur warnen: Kleine Fehler machen den Erfolg zunichte, da die "Diät" eigentlich ein harter Entzug ist!

 

Sie sollten das Prinzip, das Vorgehen, die Details und das Gesamtkonzept, welches hinter der "Diät" steckt wirklich verstanden, genauso wie in der Folgezeit die Top-10-Spielregeln verinnerlicht haben und möglichst keinen Fehler machen!

 

So ist beispielsweise die Erhöhung der Fleischmenge nicht sinnvoll, würde Ihnen aber, wenn Sie das Buch nicht gelesen haben, nicht auffallen, da die Menge Fleisch wg. No-Carb beliebig erscheint, gell?! 

 

Vor allem möchte ich aber nicht, dass Sie hinterher enttäuscht irgendwo schreiben, dass  es nicht geklappt hat...!:-) Auch will ich Ihnen ersparen, die Quälerei der 21 Tage nochmal zu machen.

 

Also tun Sie sich was Gutes, und lesen das Buch, vor allem um die Zusammenhänge zu verstehen!

 

Und: Ich versichere Ihnen, an so einem Buch verdient man kein Geld, das ist also nicht mein Anliegen!:-)

 

Anti-Migräne-Diät nur einen Tag?

Hallo Frau Barkawi,

 

Ich habe am Samstag mit der Diät begonnen, mit dem Ergebnis, das ich am Sonntag wieder aufgegeben habe.

 

Denn da war mir sowas von übel, das ich gar nichts essen konnte, dazu heftigste Migräne. Sie schrieben ja, das man Hunger bekommt (logisch), den habe ich gar nicht.

 

Ich habe es so gehalten, das ich jetzt quasi ketogen esse, also mit mehr Fett, habe eine Eierspeise gegessen und abends Frikadellen, ohne Brötchen natürlich.

 

Bis jetzt habe ich massiv Kopfschmerzen, fühle mich unendlich schlapp und kriege kaum was in mich hinein. Hat das auf diese Weise überhaupt Sinn oder soll ich ganz abbrechen und wieder „normal“ essen?

 

Das es einem so schlecht geht, irritiert schon sehr. Zumal meine erste Low-Carb Ernährung vor einem Jahr nach 4 Monaten noch keinen Erfolg hatte, da war ich allerdings auch nicht ganz so streng mit den Carbs. 

 

Liebe Frau V.,

gibt es für uns Migräniker einen besseren Beweis als die Tatsache, dass so ziemlich jeder von uns Migräne zielgerichtet auslösen kann durch den simplen Entzug von Kohlenhydraten? 

 

Dass man sich bei einem Entzug "bescheiden" fühlt, ist nachvollziehbar, dass man komplett schlapp ist, wenn man dem Körper den üblichen Treibstoff entzieht ist ebenfalls klar. Hunger ist da unser aller geringstes Problem.

 

Insofern macht es aus meiner Sicht wenig Sinn, sofort am nächsten Tag abzubrechen, sobald es unangenehm wird. Wenn Ihnen "ein bisschen Keto" hilft, sind Sie damit sicherlich bestens bedient. Warum sollten Sie es dann auf die harte Tour durchziehen? 

 

Die Problematik der meisten Migräniker ist jedoch, dass "ein bisschen Keto/No-Carb" nicht zu einer Umstellung des Körpers führt. Deshalb geht es den meisten mit einem moderaten Ansatz auch nicht sonderlich schlecht, aber es tut sich wie gesagt auch nicht wirklich was! 

 

Nicht alle brauchen es auf die ganz harte Tour, aber ein initialer Entzug von mehreren Tagen ist aus meiner Erfahrung incl. vieler Leserzuschriften unabdingbar!

 

Manch eine/r kommt danach mit einem moderten Vorgehen und einer schneller begonnenen Phase 2 prima zurecht, manch eine/r braucht allerdings die 21 + 7 Tagen (ich zum Beispiel!), damit sich überhaupt was bewegt! 

 

Aber nur ein einziger Tag? Das wäre zu schön um wahr zu sein...!:-)

 

 

Alternative für Vegetarier mit Migräne?

 

Liebe Frau Barkawi,

ich würde die 21-Tage Diät ausprobieren, weil ich mehr als 20 "H's" im Fragebogen hatte...Ich bin aber Vegetarier. Durch was könnte ich das Fleisch ersetzen ? Oder hieße es dann für mich nur Pilze, Kohl oder Spinat ? 

Liebe Frau S.,

Meine eigenen Erfahrungen beschränken sich auf das Vorgehen mit Hähnchen, aber es spricht nichts dagegen. Fisch zu nehmen, solange er null Fett enthält! Aber ohne Fisch und Fleisch ist es für Vegetarier/Veganer  ziemlich schwierig diesen Entzug zu machen, denn aus meiner Sicht gibt es kein Lebensmittel mit Eiweiß pur, ohne Fett, welches Nicht-Tierischen Ursprungs ist, denn Soja & Co. enthalten in der Regel noch immer zu viele Kohlenhydrate. 
 
Milchprodukte entsprechen überhaupt nicht den Anforderungen, da diese Milchzucker enthalten. Eier funktionieren nicht, da das Eigelb große Mengen Fett enthält, Sie müssten also nur das Eiweiß essen, und als Veganer taugt auch das natürlich nicht.
 
Wie gesagt, hier geht es nicht um eine "Brigitte-Diät" sondern um eine Therapie für schwer schmerzkranke Menschen, die nicht auf jegliche Geschmacksbefindlichkeit, ethische Überlegungen etc. Rücksicht nehmen kann und soll, insofern war für mich ein Stück Fleisch besser als Schmerzmittel über viele Jahre. 
 
Ich kann Ihnen nur von "meiner" erfolgreichen Diät berichten, und die klappte am besten mit ganz banalem Hähnchenfilet. Auch sollte die Eiweißmenge nicht wesentlich verändert werden, da der Körper aus dem Eiweiß wieder Kohlenhydrate bastelt und die Menge ist genauso konzipiert, dass der Körper das Eiweiß noch als Eiweiß verbrennt, also nicht in KH umwandelt, aber gleichzeitig soviel Eiweiß zur Verfügung steht, dass sich der Muskelabbau in Grenzen hält. Aber möglicherweise geht’s mit konzentriertem Pulver? (aber vermutlich sind auch hier tierische Produkte enthalten?) http://www.wikifit.de/kalorientabelle/sonstiges/soja-eiweisss-pulver 
 
Vielleicht probieren Sie es aus und schreiben das nächste Buch für Vegetarier?:-))
 
Falls Sie sehr schlank sind und schnell abnehmen kann ich Ihnen ein anderes Vorgehen empfehlen: In viel Öl gebratene Auberginen und Macadamia-Nüsse. Beides garantiert vegan und von glücklichen Aubergin-/Macadamia-Planzen!:-)
 
Macadamia und Aubergine kann man zusammen essen, oder auch abwechselnd, auch ist die Menge nicht begrenzt, da der Körper Fett (anders als Eiweiß oberhalb einer bestimmten Grenze) nicht in KH umwandeln kann. Lediglich Pausen zwischen den Mahlzeiten von ca. 5 Stunden sollten eingehalten werden, damit der Körper Nahrungskarenz lernt und nicht mehr Unmengen von Adrenalin ausschüttet.
 
Das kann leider ein wenig dauern, deshalb mindestens diese 21 Tage! Macadamias können gesalzen sein, auch durchaus nochmal mit einem Löffel Butter in die Pfanne werfen, alles erlaubt!
 
Alternative wäre Räuchertofu mit 0,5g Eiweiß, auf diesem Gebiet bin ich kein Experte, also durchaus einen Versuch wert! Nur bitte dann das Tofu-Konzept (entspricht ja dem Hähnchen-Konzept) keinesfalls mischen mit dem Macadamia-Auberginen-Konzept! 
 
Herzlichen Gruß und gutes Gelingen, vor allem aber gute Besserung!

Warum genaue Menge und Anzahl Mahlzeiten bei der Anti-Migräne-Diät?

 

Hallo Frau Barkawi,

ich bin am 5.Tag der Diät und kriege morgens kein Hähnchen mit Gemüse runter. Kann ich nun mittags einfach 200g Hähnchen und die doppelte Menge Gemüse essen, also die Frühstücksportion kombiniert mit der Mittagsportion? 

Und wenn ich 100g Hähnchen wiege: Ist das Gewicht vor oder nach dem Kochen gemeint, denn nach dem Kochen sind es meist nur noch 90g!

 

Liebe Frau R.,

die Mengenangaben gibt es deshalb, weil ein normalgewichtiger Körper eines durchschnittlich großen Menschen oberhalb der in circa (!!!) 100g Fleisch enthaltenen Eiweißmenge wieder KH aus dem Eiweiß bastelt, aber Sie müssen sich nicht sklavisch an 100g halten, denn paar Gramm plus/minus machen keinen Unterschied! Aber bitte keine 150g oder gar mehr, oder aber doppelte Mengen zu mittag, weil man früh zum Frühstück nix runterbringt!

 

Vor allem aber immer Abstand zwischen den Mahlzeiten von mindestens 4-5 Stunden, damit der Körper lernt, in Hungersituationen ohne Adrenalin-Stress auszukommen. Also nicht unbedingt ZWEI Mahlzeiten kurz hintereinander, weil man EINE vorher ausgelassen hat, sondern schön gleichmäßig über den Tag verteilt!

 

Keine Hektik während des Entzugs?!

 
Liebe Frau Barkawi,
erst einmal vielen Dank für die schnelle und ausführliche Rückmeldung. Ich habe Ihren Rat befolgt und habe während der Diät nicht nur Sport sondern auch andere Hektik vermieden.
 
Ich bin seit dem 4. Tag schmerzfrei (sensationell)
und seit 2 Tagen in der Ketose (zweitletzte Färbung).
 
Ich habe nun 5 Kg abgenommen, das ist der angenehme Nebeneffekt (viel mehr möchte ich auch nicht). Aber die Tatsache, keine Kopfschmerzen zu haben ist wirklich fantastisch. Menschen, die keine Migräne kennen, können dies nur schwer nachvollziehen.
 
Bei mir ist es ähnlich, wie bei Ihnen, sämtliche Therapieversuche waren erfolglos. Ich bin Ihnen auf
jeden Fall sehr dankbar und melde mich gerne nochmals, wie es mir ergangen
ist.
 
Liebe Frau XY,
ich freue mich mit Ihnen! 
Die Ketose ist nur die halbe Miete und lediglich Mittel zum Zweck.
 
Wir möchten die Erregungsschwelle des Körpers dauerhaft senken und den Körper daran gewöhnen, in einer Hungersituation 
 
1. Auf den eigenen Speck zuzugreifen
 
2. nicht mehr Unmengen Adrenalin auszuschütten, um den nierigen Bluzucker anzuheben.
 
3. der Körper sich daran gewöhnt, mit einem niedrigen Blutzucker zu leben (und das kann ein bißchen dauern!)
 
 
Also lassen Sie es bitte langsam angehen, solange Sie auf Entzug sind. Keinen Sport, keinen anstrengenden Hausputz, nichts, was Energie und damit Adrenalin fordert!
 
Low-Adrenalin ist das dauerhafte Ziel,
und das erreichen wir über hartes No-Carb für 21 Tage, und danach mit entspanntem Low-Carb.
 
Also horchen Sie bitte in sich rein, wenn Sie innere Unruhe bemerken, kalte Schweißausbrüche nach zuviel Action (Staubsaugen, Tüten schleppen etc.), schalten Sie bitte zwei Gänge runter!
 
Selbst ein dicker Streit mit dem Herrn Gatten mit Tränen und Geschrei ist schon zuviel
und sollte - zumindest momentan - unbedingt vermieden werden?!:-))
 
 

Sport während
der "Anti-Migräne-Diät"?

 

Liebe Frau Barkawi,

Am ersten Tag hatte ich die versprochene Anfangsmigräne, die sich aber mit einer Rizatriptan bekämpfen ließ. Am dritten Tag hatte ich morgens noch mal leichte Kopfschmerzen, die am Nachmittag verschwunden waren.

 

Zudem habe ich in den letzten Tagen, auch heute, minimale Kopfschmerzen. Leichte oder minimale Kopfschmerzen über ein paar Tage habe ich öfter mal, das muss nicht mit der Diät zusammen hängen. Ich gehe normalerweise bis zu fünf mal in der Woche auf dem Main rudern. Heute war ich erst wieder auf dem Wasser um Sport zu treiben.

 

Lieber Herr XY.,

 

Ihre leichten Kopfschmerzen sind auch nicht normal. Normale Menschen haben nicht dauernd Kopfschmerzen!!! Ich hatte das auch als Normalzustand empfunden, aber nun kenne ich dieses andere Gefühl im Kopf, nämlich komplett schmerzfrei, also sollten Sie das nicht als latenten Dauerzustand akzeptieren! Das ist in der Regel ein Zeichen für zuviel Adrenalin!

 

Sie machen gerade einen heftigen Entzug durch und das ist Schwerstarbeit für den Körper! Zudem ist Ihr Körper gewöhnt, mit KH versorgt zu werden, wie Sie selber ja schrieben. Wenn Sie ihm also momentan den Nachschub verweigern, schüttet er zunächst mal Berge von Adrenalin aus. Fordern Sie die Muskeln zusätzlich durch Sport, schütten Sie noch mehr Adrenalin aus, vor allem aber gewöhnt sich Ihr Körper nicht an den Low-Adenalin-Status - und den sollte er verinnerlichen!

 

Also einfach mal ne Weile eine ruhige Kugel schieben  und unbedingt Sport und andere anstrengende Sache wie Hecke schneiden, Hausputz vermeiden!

 

(Anmerkung: Einen Tag später schreibt dieser Leser:

 

"Liebe Frau Barkawi....Auch diese leichten Kopfschmerzen sind jetzt auch weg. Muss der Sport gewesen sein!":-)

 

 

Blutzucker stabil, trotzdem Migräne?

 

Liebe Frau Barkawi,

das Problem mit dem Zuckerspiegel bzw. Unterzucker habe ich verstanden und versuche durch Ernährung meinen Zuckerspiegel niedrig, vor allem aber stabil zu halten. Aber das allein reicht anscheinend noch nicht aus, denn ich habe nach wie vor wahnsinnige Migräne. 

 

Liebe Frau XY.,

Sie haben Recht: Es reicht nicht aus, nur den Zuckerspiegel konstant zu halten. Letzterer ist nur der Indikator, der Hauptübeltäter ist das Adrenalin!

 

Adrenalin soll den Zuckerspiegel stabil halten, also eigentlich eine prima Einrichtung der Natur, aber eben mit der unangenehmen Nebenwirkung der Migräne für empfindliche Menschen. Sie messen also möglicherweise einen durch massive Adrenalinausschüttung stabilisierten Blutzucker, nicht jedoch die unfassbare Menge Adrenalin, die Ihnen die Kopfgefäße verengt.

 

Durch die Diät (welche eigentlich ein Entzug ist!) versuchen wir den Körper daran zu gewöhnen, auch bei niedrigem Blutzucker nicht wie verrückt Adrenalin auszuschütten, denn das macht ähnlich wie Koffein bei entsprechender Menge richtig Ärger im Kopf.

 

Wisenschaftliche Untersuchungen weltweit haben gezeigt, dass die Umstellung bis zu vier Wochen dauern kann, dass danach aber Migräniker schmerzfrei und sogar Epileptiker anfallsfrei sind. Also es lohnt sich!

 

 

Kokos-Öl als Migräneschutz!

 

Liebe Frau Barkawi, 

heute möchte ich nochmal DANKE sagen !!! Es geht mir sehr gut.

 

Ich meide Kohlenhydrate, wo es nur geht. Inzwischen komme ich damit super zurecht. Mein Speiseplan besteht im Großen und Ganzen aus viel Salat und Gemüse, ab und zu Fleisch, Fisch und Eier sowie jede Menge Öl, Butter und Sahne. Zusätzlich hab ich ein leckeres Eiweißbrot gefunden und backe mir regelmäßig Muffins aus Dinkelkleie, Kokosflocken und Mandelmehl :-)

 

Ab und zu hab ich ganz leichte "Mini-Migräne", mit der ich aber ganz gut zurecht komme. Ich forsche dann zwar immer gleich nach möglichen Gründen, bin aber längst nicht mehr so verzweifelt wie früher, wenn ich nicht verstehe, warum der Kopf nun wieder stänkert.

 

Ich kann auch ab und zu mal sündigen und relativ "normal" essen - mit ordentlich Fett - ohne dass es Folgen hat. Das mach ich aber wirklich nur in Ausnahmefällen. (...)

 

Liebe Frau G.,

Lassen Sie sich nicht irritieren von der „Mini-Migräne“, das kommt immer wieder mal an hektischen Tagen vor.

 

Wenn man weiß, dass ein Tag sehr energieraubend wird, kann  man vorher bissl mehr futtern, eine super Option ist auch Kokos-Öl. Kriegt man in jedem Reformhaus und hat den Vorteil, dass es durch den mittelkettigen Aufbau der Fettstruktur den Körper sofort in die Ketose schubst.

 

Das Gehirn  wird dadurch schnell und gut versorgt, so dass man Kokosöl fast als „Schutz/ Protektor“ vor Migräne bezeichnen kann. Ich tue mir an hektischen Tagen 2-3 mal am Tag einen Löffel davon in den Tee. Schmeckt sehr exotisch! Vielleicht funktioniert das auch bei Ihnen?

 

Zu dünn für knallharte Anti-Migräne-Diät?

 

Liebe Frau Barkawi,

ich bin sehr schlank, schon fast dünn und würde durch die "Diät" vermutlich nochmal an Gewicht verlieren. Was kann ich tun? 

 

Liebe Frau XY.,

Nachdem Sie ja offenbar nicht viel „Speck“ zu bieten haben, würde ich das Ganze anders angehen. Einer Leserin ging es ähnlich wie Ihnen und sie hat mit dem folgenden Vorgehen einen schnellen Erfolg gehabt und war nach wenigen Tagen schmerzfrei: 

 

Essen Sie mal ein paar Tage hintereinander ausschließlich Macadamia-Nüsse, allerdings dann kein Hähnchen und kein Gemüse. Macadamia und Hühnchen-Zucchini sind sich widersprechende Konzepte!

 

Das Macadamia-Konzept ist das sogenannte "Fettfasten" (mal googlen!) also nur Fett, null Eiweiß
und null KH. Weil nur Fett (also einen Löffel Olivenöl schlucken) bissl ekelig wäre, nimmt man die Macadamias.

Meine persönliche Rezept-Alternative zu Macadamias ist Aubergine in Öl braun angebraten, denn die saugen sich so richtig schön voll und schmecken mit
Salz und Pfeffer eigentlich ganz gut. Auch vollfetter Camembert geht gut! Kann man am Stück so essen oder auch die Auberginen-Scheiben damit
überbacken.

 

Es geht um möglichst ausschließlich Fett bei null Eiweiß und null Kohlenhydraten! Also bitte keinesfalls hin und her wechseln zwischen Hähnchen und Nüssen! Ist aber zu ertragen für ein paar Tage, denn uns geht  es ja um
die Aussage, wie sich Ihr Kopfschmerz verhält.

 

Wenn das gut klappt, würde ich danach mit der "alten" Atkins Diät einfach mal ein paar Wochen weitermachen, denn das ist wesentlich angenehmer als meine

Hardcore-21-Tage-Diät!

Kriegt man hier für 0,40€ gebraucht:
http://www.amazon.de/Diät-Revolution-Der-kalorienreiche-gesunder-Schönheit/d
p/3596151600/ref=sr_1_10?ie=UTF8&qid=1398327641&sr=8-10&keywords=atkins


Für extrem schlanke Migräniker: Die Mengen innerhalb der normalen 21-Tage-Diät zu erhöhen ist absolut NICHT sinnvoll, weil der Körper oberhalb von ca. 100g Hähnchen pro Mahlzeit das Eiweiß wieder in Kohlenhydrate umbaut und genau das wollen wir vermeiden! Da Eiweiß (also die 21-Tage-Diät) und Fettfasten sich widersprechende Konzepte
sind, darf man beides auch nicht mischen! Also bitte nicht einfach Fett aufs Hähnchen geben!


Man kann dann entweder diese "Auberginen-Macadamia-Diät“ noch bis zu einer Woche weiter machen, oder einfach mit viel fettem Fleisch weitermachen. Ziel ist es, den Körper über 21 TAge daran zu gewöhnen. Er soll sich diesen Zustand „merken“ und das macht der Schurke leider nicht nach paar Tagen!:-)

 

 

Komme nicht
in Ketose?!

 

Hallo Frau Barkawi,

ich mache Ihre Diät seit mehr als einer Woche und komme nicht in Ketose (nachgewiesen durch Keto-Stix). Was kann ich tun?

 

Lieber Herr XY,

grundsätzlich kann der Wechsel aus dem Glucose-Motor in den Ketose-Motor bis zu 4 Wochen dauern. Bei jungen Menschen geht es innerhalb weniger Tage, bei älteren Menschen wie gesagt: Bis zu 30 Tagen! Zudem ist die Anzeige auf den Keto-Stix manchmal etwas verwirrend, denn die Stäbchen zeigen die Menge der ausgeschiedenen Keton-Körper an, nicht der gebildeten!

 

Momentan essen Sie ja sehr wenig und ihr Körper nutzt alles, was er bekommt, für die Energiegewinnung. Die Ketonkörper werden also möglicherweise vollständig verbrannt, sind also da, und wieder weg, bevor Sie sie messen können im Urin!

 

Insofern also keine Sorge, denn aus unserem Mailwechsel ist ersichtlich, dass Sie nichts falsch machen, aber das gibt es leider tatsächlich, dass manch ein Körper sich als hartnäckiges Biest erweist.

 

 

 

Low-Carb bisher
ohne Erfolg gegen Migräne?

 

Hallo Frau Barkawi,

ich mache schon lange Low-Carb bzw. No-Carb und spüre eigentlich kaum eine Veränderung. Warum soll Ihre Diät dann was bringen?

 

Lieber Herr XY.,

zunächst habe ich es genauso gemacht wie Sie. Die Folge war noch häufiger Migräne als jemals zuvor. Mein Körper (und vermutlich auch Ihrer) weigerte sich, in den anderen Verbernnungsmodus umzuschalten. Hier brauchte das hartnäckige Biest einen knallharten Entzug, was Sie mit landläufigem No-Carb nicht schaffen, mit Low-Carb gleich gar nicht!

 

Und selbst wenn Sie es richtig machen, dauert es bis zu drei Wochen (deshalb 21 Tage!) bis der Körper sich umgestellt und sich daran gewöhnt hat! Also leider gilt hier: Ganz oder gar nicht!

 

 

Geht auch "leicht" abgewandelte Anti-Migräne Diät?

 

Hallo Frau Barkawi,

so ganz traue ich mich nicht ran an die harte Diät, nun mache ich schon eine Weile eine leicht abgewandelte Form, also eigentlich No-Carb, esse aber  am WE auch mal Brötchen oder Kuchen oder auch mal einen Hamburger.  Und nach dem Mittagessen was kleines Süsses.  Morgens habe ich meine Haferflocken mit Banane beibehalten. Nun habe ich aber dauernd wieder Kopfschmerzen. Meinen Sie, hier mal ganz konsequent zu sein, Z.B. eine Woche gar keine KH, gar kein Zucker etc. wäre besser?

 

Liebe Frau K. ,

um es kurz zu machen: ja, ja, ja!

 

Unbedingt komplett ohne Kohlenyhdrate. Das was Sie da machen hat mit unserem harten Entzug, der ja ein ganz bestimmtest Ziel hat, Null Komma Null zu tun! 

 

Brötchen, Banane & Co. machen ehrlich gesagt überhaupt keinen Sinn im Rahmen einer solchen Diät, als echter Entzug schon gleich gar nicht! Selbst bei jeder landläufigen Low-Carb/No-Carb-Diät, kommen Kohlenhydratbomben wie Banane nicht vor.

 

Damit gegen Sie dem Körper keine Chance, sich umzustellen, denn der Nachschub, selbst kleinerster Mengen KH reicht aus, den Kohlenhydrat-Verbrennungsmodus aufrecht zu erhalten, statt aus Mangel auf Ketose umzuschalten.

 

Insbesondere bei ganz hartnäckigen Fällen muss es wirklich NULL Komma Null sein und eine Weile andauern, damit der Körper es „lernt“. Alles andere können Sie sich sparen! Also wie gesagt: Augen zu und durch!

 

 

Absolute Radikalität?

 

Liebe Frau Barkawi:,

Erstmal Glückwunsch zu Ihrem Buch, das liest sich wirklich toll und ist unterhaltsam auch wenn es natürlich um was Ernstes geht. 

 

Als ich dann bei der tatsächlichen Diät angekommen war war ich zunächst etwas geschockt, wie radikal diese ist. Ich hatte ursprünglich angenommen, man muss nur die Kohlehydrate weglassen. Aber so wie Sie es ursprünglich versucht haben, war es ja nicht gerade erfolgsversprechend gewesen.

 

Antwort: 

Liebe Frau XY.,

Sie dachten, "nur Kohlenhydrate weglassen reicht”? Ja, genau das ist die Diät! Aber das ist schwieriger, als man meint, denn außer Fleisch hat doch so ziemlich alles Kohlenhydrate und dann funktioniert es nicht, wie ja mein äußerst schmerzhafter Grissini-Fehler über 10 Tage zeigte! Ich habe es stellvertretend für alle meine Leidensgenossen getestet, und diesen Schmerz möchte ich Ihnen ersparen!

 

Deshalb also die schlechte Nachricht: "Ganz oder gar nicht" ist hier das Motto, und es ist echt radikal und verdammt mühsam. 

 

Aber die gute Nachricht: Es funktioniert! Und nicht nur bei mir!

 

 

Migräne-Fragebogen - Kein A/B/C aber viele H?

 

Hallo Frau Barkawi,

ich leide seit vielen Jahren sehr schlimm unter Migräne. Nun habe ich Ihren Fragebogen ausgefüllt und habe extrem viele H. Dazu habe ich aber auch ganz viele Häkchen bei Sport, bei Hunger/ Diät, bei Stress und bei Alkohol. Bin ich der richtige Kandidat für die 21-Tage-Diät? Oder müsste das eindeutiger bei einem Buchstaben sein?

 

Lieber Herr XY,

kein einziges A,B, C aber volle Punktzahl bei H und eine Menge D, E, F, G? 

Sie sind der Klassiker unter den Migräne-Patienten und die radikal 21-Tage Diät ist für Menschen wie Sie (und mich!) gemacht! Versuchen Sie es, es wird hart, aber es funktioniert!

 

Start der Diät gegen Migräne: Blutzucker messen? 

 

Hallo Frau Barkawi,

Alles in allem hört sich das Ganze für mich sehr schlüssig an und da ich mich seit jeher sehr, sehr kohlehydrathaltig und auch gerne zuckerhaltig ernähre, könnte ich durchaus darauf anspringen. Ich hab halt noch überlegt ob ich auch vorher mal interessehalber meinen Blutzucker-Spiegel messen soll, aber dann zieht sich der Start der Diät noch länger hin. Was meinen Sie dazu?

 

Antwort:

Hallo Frau XY.,

Blutzucker messen können Sie vorab machen, so ein kleines Gerät kostet ca. 39 Euro (Apotheke, Amazon etc.), aber der Erkenntnisgewinn ist möglicherweise gering, denn wenn Sie frühzeitig und viel Adrenalin ausschütten, geht der Blutzucker bei Ihnen vielleicht nicht unter “normale” 80, das Gehirn befindet sich aber schon in höchster Not und paar Stunden darauf beginnt der Schmerz.

 

 

Im Migräne-Fragebogen
nur A/B/C?

 

Liebe Frau Barkawi,

ich habe mich eine Weile beobachtet und dann Ihren Fragebogen gemacht. Ich habe fast ausschließlich A angekreuzt. Bin ich der richtige Kandidat für Ihre Diät, denn ich habe seit Jahren fast täglich Kopfschmerzen. 

 

Lieber Herr XY,

Ihre Frage möchte ich gern stellvertretend für alle Kopfschmerz-geplagten mit Nicht-Migräne-Ursachen beantworten.Sie haben fast nur A oder fast nur B oder fast nur C und kein/kaum andere Buchstaben in der Auswertung? Sie können sich die mühsamen 21-Tage sparen, denn Sie haben keine klassiche Migräne und Ihnen würde die Diät nichts bringen!  (Mehr dazu in der Auswertung, aber Sie sind kein Kandidat für die 21-Tage Diät!)

 

 

Bei Migräne Obst für immer verboten? 

 

Liebe Frau Barkawi,

ich liebe Obst und der Verzicht fällt mir schwer. Während der Diät bzw. des Entzuges ist es klar, aber dauerhaft kein Obst? Ist es wirklich so streng verboten?

 

Liebe K.,

verboten ist gar nichts, solange Sie es vertragen ist doch die Welt in Ordnung. Wenn Sie davon aber "Kopp" kriegen, würde ich einfach ein paar Spielregeln beachten:
 
Obst pur (auch Obstsäfte!) ist aus meiner eigenen Erfahrung wirklich ein Teufelszeug für Migräniker, insbesondere auf leeren Magen. Ich konnte damit gezielt Migräne auslösen, gibt es einen besseren Beweis als solche Selbst-Versuche für Masochisten?!:-)
 
Zudem sind Frauen ja immer irgendwie auf Diät und meinen, sie tun sich mit Obst statt einer normalen Mahlzeit was Gutes. Aber als Migräniker eben nicht!  Bloß nicht „statt Mittagessen“ ein Pfund Weintrauben oder ein Glas Orangensaft am frühen Morgen auf leeren Magen!
 
Schlussendlich  muss man vermutlich seine individuelle Fruchtzucker-Toleranz testen, aber im Rahmen der dauerhaft zu beachtenden Top-10 werden Sie sicher kleine Mengen Obst vertragen, wenn Sie sich an ein paar der Spielregeln halten:
 
Ein fetter griechischer Yoghurt mit Nüssen und mit ein wenig Obst ist genauso prima, wie ein paar Erbeeren mit einen dicken Schlag Sahne. Auch ist Obst als Dessert nach einem Steak mit Kräuterbutter und einem fetten Ceasar's Salat mit Parmesan anders zu bewerten als pur, denn dann hat man ja vorher etwas Ordentliches im Magen. 
 

Zudem ist Obst ja auch nicht gleich Obst: Eine Feige oder Banane hat mehr Fruchtzucker als Grapefruit oder eine Erdbeere mit viel Wasser. Zudem: die Mengen, die man manchmal wenn’s heiß ist z.B. von Wassermelone im Sommer statt einer Mahlzeit isst, soviel Äpfel kriegt man gar nicht runter. Ein in den fetten Joghurt, Sauerrahm oder in Schmand geschnibbelter Apfel/Erdbeeren o.ä. lecker und kein Migräne-Trigger, pur und auf leeren MAgen vermutlich schon!

 

Also kein striktes Verbot, sondern einfach ein bissl tricksen und den Körper überlisten!:-))

 
 

Migräne ohne Erbrechen? 

 

Hallo Frau Barkawi,

eine Sache, die mich beschäftig ist die, dass sich meine Migräne anders darstellt, als Ihre. Ich habe mich derzeit bei zwischen 5-8 mal Kopfschmerzen im Monat eingependelt, wobei diese dann meistens in der Migräne endet bzw mir mittlerweile nur noch ein Triptan hilft (in meinem Falle ist das Sumatriptan).

 

Übelkeit hab ich selten, Erbrechen so gut wie nie, aber die Schmerzen variieren von linksseitig und Rechtsseitigem pochen als auch über den ganzen Kopf verteilt. Dauerkopfschmerzen hat ich auch schon mal,ist aber seit 1 1/2 Jahren nicht mehr aufgetreten. Können Sie sich vorstellen, dass das trotzdem mit der Ernährung zusammen hängt oder müsste ich dafür wesentlich öfter Migräne haben?

 

Antwort: 

Liebe Frau XY.,

ob man nun bei Migräne erbrechen muß oder nicht, spielt aus meiner Sicht keine Rolle! Immer noch schlimm genug! Und 8x im Monat heißt bei Ihnen doch auch 2x pro Woche, das ist doch der Horror!!! Und wenn Sie sagen, Sie ernähren sich kohlenhydratlastig und Sie haben beim Fragebogen jede Menge “H” angekreuzt, dann bin ich ziemlich sicher, dass auch Sie eine Kandidatin für die radikale Diät sind!

 

 

Anti-Migräne-Diät: Anderes Fleisch? 

Hallo Frau Barkawi,

also grundsätzlich würde ich es gerne versuchen mit der Diät, auch wenn das für mich bestimmt brutal hart wird! Vorerst hätte ich eine Frage zur Durchführung:

Habe Probleme bei uns ein Bio Hähnchen zu bekommen, kann ich vom Metzger normales kaufen und würde auch Pute gehen?

 

 

Antwort:

Liebe Frau XY.,

Pute oder Hähnchen? Macht möglicherweise keinen Unterschied, berichten kann ich allerdings nur von meinem Erfolg mit Hähnchen.

Bio oder nicht? Ich bin da eher empfindlich und habe immer so ein “Ameisenlaufen” 20 Minuten nach dem Verzehr von Hähnchen, was ich mal im Internet geggoogelt habe und es stellte sich heraus, dass manchen Menschen das durch die Antibiotika haben, mit denen die Tiere gefüttert werden, also bemühe ich mich, Bio zu kaufen, besonders für so eine extreme Diät. Ziel ist ja, möglichst alle äußeren Einflüsse auszuschalten und zu sehen, wie sich der Kopf und der Körper verhält, aber vermutlich kein MUSS. 

 

 

Anti-Migräne-Diät: Anderes Gemüse?

 

Hallo Frau Barkawi,

gibt es absolut kein anderes Gemüse, das man verwenden darf?

 

Antwort:

Liebe Frau XY.,

Andere Gemüse? Doch, Blattspinat (ohne Blubb!!!) und Chinakohl geht auch noch, aber Gemüse haben teilweise sehr unterschiedlichen Kohlenhydrat-Anteile und ich würde empfehlen, gar nicht großartig herum zu probieren, denn schmackhaft wird es dennoch nicht und das Risiko steigt, dass man dann doch den einen oder anderen Fehler macht. Diese drei Wochen sind furchtbar, aber sie gehen vorbei!

 

 

Wann Beginn der Anti-Migräne-Diät?

 

Hallo Frau Barkawi,

meine Frau leidet sehr schlimm unter Migräne und möchte Ihre Diät unbedingt versuchen. Kann man sofort damit anfangen? Braucht es eine spezielle Vorbereitung?

 

Lieber Herr XY,

es freut mich sehr, dass Ihre Frau einen Versuch wagen möchte, noch mehr aber, dass Sie offenbar ein sehr fürsorglicher Mann sind! Vorbereitung? Nein! Lediglich das Buch genau lesen, mittels Fragebogen identifizieren, ob Sie der richtige Kandidat/in sind und schon kann man loslegen. Ganz simpel!

 

Hier aber eine wichtige Empfehlung vorab, für Ihre Frau bzw. die Leidensgenossen, die es gleich ausprobieren möchten: Sinnvoll ist, diese Diät erst zu beginnen, wenn man danach z.B. ein Wochenende und ca. 3 Tage frei hat, denn es ist eigentlich weniger eine klassische Diät, als vielmehr ein harter Entzug, der umgehend die Migräne auslöst. Gibt es einen besseren Beweis dafür, dass man damit der tatsächlichen Ursache auf der Spur ist? Der Körper braucht 2-4 Tage, um sich umzustellen und dann ist der Schmerz komplett weg – und bleibt auch weg! 

 

 

Brutale Migräne zu Beginn? 

 

Sehr geehrte Frau Barkawi,

ich habe die Diät begonnen und habe unglaubliche Migräne zu Beginn bekommen. Ist das normal? Soll ich abbbrechen? Wie lange dauert das? Es ist kaum auszuhalten.

 

Lieber Herr XY,

ich leide mit Ihnen, denn ich kenne das nur zu gut. Ja, das ist normal, zeigt aber, dass Sie genau der richtige Kandidat für dieses Vorgehen sind. Gibt es einen besseren Beweis dafür, dass dem Körper eine Fähigkeit verloren gegangen ist, Aufgrund des "defekten" Hungerstoffwechsels antwortet der Körper des Migränikers auf Hunger mit Migräne.

 

Dass Migräne so gezielt ausgelöst werden kann, zeigt aber auch, dass Migräne nicht "psycho" ist und Sie genauso wie ich auf dem richtigen Weg sind!

 

Aus Erfahrung kan ich Ihnen sagen: Der Körper braucht 2-4 Tage, um sich umzustellen, danach ist der Schmerz plötzlich wie weggeblasen - und bleibt auch weg! Ich habe zur Überbrückung "mein" Triptan genommen. Halten Sie durch!

 

 

Migränefrei ab 4.Tag!

 

Hallo Frau Barkawi,
kurze Rückmeldung: Wie von Ihnen voraus gesagt, waren die Kopfschmerzen am 4.Tag komplett weg. Heute geht's mir wirklich gut. Auch der Hunger ließ nach, genau wie Sie es prognostiziert haben. Aber das Essen hängt mir halt echt schon zum Halse raus  bin aber guter Dinge dass ich es durchhalte. Bin motiviert, schließlich habe ich das erste Drittel schon geschafft!

 

Liebe Frau XY,

es freut mich sehr zu hören, dass es Ihrem Kopf gut geht! Welchen besseren Beweis gibt es für eine Abhängigkeit als die üblen Kopfschmerzen des Entzugs der ersten Tage?  Ich freue mich riesig, dass mein Konzept auch bei Ihnen funktioniert! 
Ich drücke die Daumen für’s Durchhalten! Und dass einem das Essen aus dem Hals hängen, kann ich nur bestätigen, aber es soll ja helfen und weder eine leckere Brigitte Diät sein noch Johann Lafer Konkurrenz machen!:-))

 

 

Plötzlich Migräne: Fehler gemacht? 

 

Guten Morgen Frau Barkawi,  

bin mitten in der Diät und bislang total schmerzfrei, aber gestern Abend hatte ich plötzlich Migräne. Ging so gg halb 10uhr abends los und wurde über Nacht nicht besser so dass ich eine Sumatriptan nehmen musste. Heut geht's wieder gut. Kann's mir nicht recht erklären. Das einzige was gestern passiert ist, war, dass ich eingelegte gezuckerte Sauerkirschen probieren wollte ob sie noch gut sind. War jetzt alles vergeblich?

 

Liebe Frau XY,

ich hatte ähnliche Situationen, deshalb ja auch meine Empfehlung, absolut nichts in den Mund zu nehmen, noch nicht mal Essen abschmecken! Der Körper reagiert anscheinend sogar auf Zucker-Signale, denn süß im Mund bedeutet “Zucker kommt” und vermutlich schüttet er darauf hin sofort Insulin aus, was wiederum das hässliche Adrenalin lockt.

 

Ihr System ist komplett leer, und jede Kleinigkeit schlägt brutal durch! Bei mir war es neben zwei winzigen Tabletten Süßstoff im langweiligen Tee eine Multivitamin-Tablette, die das Gleiche hervor gerufen hat, wie bei Ihnen gestern. Auch angeblich koffeinfreier Kaffee hat bei mir Migräne ausgelöst.Darum aus guten Grund : Alles verboten im "leeren System" - denn den Schmerz wollte ich Ihnen ersparen!

War jetzt alles vergebens? Nein! Einfach weitermachen wie bisher und daraus die Lehre ziehen, dass der Körper extrem heftig reagiert und Frau Barkawi Recht hat mit der erforderlichen Radikalität!:-))

 

 

 

 

Tag 21-28 der Anti-Migräne-Diät:Immer noch No-Carb?

 

Hallo Frau Barkawi,

warum darf man nach diesen 21 Tagen nicht mal ein paar Nudeln oder etwas Brot essen? Ich dachte, danach sei alles gut?

 

 

Lieber Herr XY,

der Körper ist nach diesen 21 Tagen komplett leer und Kohlenhydraten gegenüber wie ein Schwamm. Aus diesem Grund fangen Sie erst langsam wieder ab Tag 22 an, das System “aufzufüllen”, Sie kombinieren das bisherige Eiweiß nun mit Fett, bloß nicht mit Kohlenhydraten!

 

Erst wenn der Körper wieder genug Fette intus hat (nach ca. 1 Woche mit unbegrenzt Fleisch/ Fisch und Butter, Kräuterbutter, Olivenöl) sind Sie dauerhaft stabil, so dass ab dann auch Brötchen, Nudeln etc. (immer mit Fett!!!) vertragen werden.

 

Stellen Sie sich einen Tafelschwamm vor: Tauchen Sie ihn trocken in rote Farbe. Wischen Sie damit über eine Wand, sehen Sie nur noch Rot. Ist er vorher nass, ist die Farbe nur rosa, weil stark verdünnt. 

 

Migräniker brauchen "rosa Kohlenhydrate"! :-)

 

 

Migräne mit Aura, aber ohne Schmerz?


Guten Tag Frau Barkawi,

haben Sie Erfahrungswerte, dass diese Migränediät auch bei einer Migräne hilft, die komplett ohne Schmerzen ist, nur mit Auren bis zu 20 mal im Monat? Ich habe nur Auren mit neurologischen Ausfällen, keine Schmerzen. 

 

 

Liebe Frau XY,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Erfahrung mit Migräne ohne Aura kann ich durchaus nachweisen, mit Aura ohne Migräne kenne ich mich leider nicht aus. Insofern kann ich lediglich mutmaßen und mir herleiten, was eventuell die Ursache sein könnte:

 

Der Körper besitzt ja zwei grundverschiedene Antriebe: Kohlenhydrate in Futterzeiten, und Ketone in Hungerzeiten. Letzterer ist bei Migränikern in Vergessenheit geraten durch KH-reiche Ernährung, so dass der Körper in Hungersituationen verzweifelt Adrenalin ausschüttet, um den Blutzucker anzuheben, da der andere „Motor“ nicht anspringt. 

 

Adrenalin ist höchst gefäßwirksam und wirkt extrem auf die Hirngefäße, so dass sich hier auch ohne Schmerzgeschehen möglicherweise die Wahrnehmungen verändern.

 

Im Unterzucker hat manch einer von uns schon seltsame, halluzinations-ähnliche Momente, man fühlt sich so merkwürdig unwirklich, wenn noch massive Adrenalin dazu kommt, kann im Hirn alles mögliche wahrgenommen werden, vielleicht macht das bei Ihnen Aura-Symptome? Haben Sie dann kalten Schweiß, eiskalte Hände und Füße, fühlen Sie sich unruhig und nervös (wäre ein Hinweis auf Adrenalin-Flut)  oder eher schlapp?

 

Ob mein Konzept bei Ihnen funktioniert ist auf die Ferne schwierig zu sagen, denn ich kenne weder Sie noch Ihre Ernährung. Hilfreich wäre eine Auswertung des Fragebogens! Vielleicht lassen Sie mir diese mal zukommen?

Refeed-Days: Immer wieder mal "Fresstag" - gut gegen Migräne!

 

(...)Letzten Sonntag hatte ich nach vierwöchiger Pause mal wieder einen Migräne-Anfall. Replax hat - wie immer geholfen -, aber ich habe das Ganze irgendwie als "Rückschlag" empfunden und habe mich auch am Montag noch gefühlt wie an migränefreien Tagen VOR der Diät (schlapp, duselig, müde).

 

Ab Dienstag war die Welt (trotz massiver Erkältung) wieder in Ordnung und ich konnte den Vorfall wieder besser einordnen. Wir hatten nämlich das ganze Wochenende Besuch, mein Schlafrhythmus war durcheinander gekommen, zusätzlich hatte ich auch noch extrem wenig geschlafen.


Erst gestern kam mir noch ein weiterer Gedanke, an den sich eine Frage anschließt:
Am Abend vor dem Anfall hatte mein Lebensgefährte gekocht. Die Nudeln hatte ich gegen Kojak-Nudeln ausgetauscht und wähnte mich in Sicherheit. Mein Lebensgefährte hatte in dem Gericht aber (für vier Personen) eine halbe Flasche trockenen Rotwein verkocht und meinte, der Alkohol sei ja dann nicht mehr vorhanden. Das kann ich schon nachvollziehen, aber was ist mit den Kohlenhydraten?

 

Darf man bei ketogener Ernährung mit (so viel) Wein kochen?

Herzliche migränefreie Grüße von M.

Liebe M., liebe andere Betroffene,
aus Erfahrung kann ich sagen: Es wird immer mal einen Migräne-Tag geben, denn es wirken 1000 Faktoren auf uns ein. Kann man die immer kontrollieren? Nein! Kann man die Dinge immer ursächlich und monokausal zurück verfolgen? Ebenfalls Nein. Schließlich haben auch Nicht-Migräniker ab und zu mal einen Kopfschmerztag.

 

Eine dicke Erkältung, die erst 1-2 Tage später sichtbar ausbricht, findet vermutlich schon eine Weile vorher im Körper, im Immunsystem und möglicherweise im Kopf statt. In meinem Migräniker-Gehirn gibt es sogar eine Art "Trampelpfad", den Viren benutzen und den ich sogar spüre, wenn eine Erkältung im Anzug ist, oft obwohl noch weder die Nase läuft oder der Husten schon nervt. 

 

Ich habe dann so einen Erkältungsdruck im Kopf und nahm dann früher Aspirin Complex, weil das Pseude-Ephedrin darin den Kopf und die Nebenhöhlen abschwellen lässt und frei macht. Aber jedes Mal zu einem hohem Preis: Das Ephedrin wirkt wie Koffein und zieht die Hirngefäße zusammen und macht...rate mal?! 2-3 Stunden später beginnt der Migränekopfschmerz und ich beiße mich in den Hintern, dass ich es mal wieder vergessen hatte...

 

Hinzu kommt, dass es ein paar Medikamente gibt, die gemeinerweise die Fettverbrennung und damit die Ketose hemmen, wie beispielsweise Ibuprofen, so dass man an Tagen, an denen man sowas beispielsweise gegen "Rücken" nimmt, gern auch mal als Ausgleich "Kopp" bekommt. Also hier muss man bissl aufpassen!

Dann habe ich Tage, an denen ich zu wenig esse, gleichzeitig aber in der Gegend herum renne und wenn ich abends Gäste habe, bin ich mit einkaufen & kochen ziemlich in Action, so dass garantiert ne Menge Adrenalin im Spiel und somit im Kopf ist...!

 

Und zu Ihrer Frage, liebe M.: Wenn der Rotwein verkocht ist, ist der Alkohol sicherlich nicht mehr das Problem, solange es ein trockener Rotwein war, denn ansonsten bleibt "Traubensaft" zurück. Koniac-Nudeln mit einer "trockenen" Rotwein-Sauce sind vermutlich ziemlich Low-CArb, also im grünen Bereich. Hinzukommt Fleisch, also Eiweiß. Aber: Wo ist das Gegengewicht Fett? 

 

Und damit nun zu einer viel wichtigeren Aussage: Ich weiß durch unseren Email-Kontakt, dass Sie das Ganze schon sehr lange sehr diszipliniert betreiben.Das ist nicht Sinn der Sache, denn Sie sollen nicht ein Leben lang auf "Diät" sein!

 

In der Bodybuilding-Szene gibt's bei einer Menge Diäten den sogenannten "Refeed-Day", der dazu da ist, die Energiespeicher aufzufüllen, um damit den Körper zu stabilisieren. Manche machen das an 2 Tagen pro Woche (beispielsweise Samstag/Sonntag, manche machen an 1 Tag alle 10 Tage. Das Prinzip ist immer das Gleiche! Und genau deshalb habe ich das Prinzip in meine "Top-10-Spielregeln" eingebaut, ausgetestet und für gut befunden:

 

Nach der harten Phase des Entzuges und der erfolgreichen Umstellung (4-8 Wochen), kann der Körper wieder so wie es die Natur eingerichtet hat, mühelos hin-und herschalten zwischen den beiden Antriebsmotoren. Sie sollen gar nicht dauerhaft No-Carb leben, macht ja auf Dauer auch gar keinen Spaß!

 

Also würde ich immer wieder mal einen schönen "Fresstag" einlegen, der wiederum nach den Top-10-Spielregeln gestaltet ist, also lieber die fette Sahnetorte oder den American Cheese Cake mit 600g Exquise statt Marmorkuchen mit Zucker/Mehl. Die fette Pizza mit Extra-Cheese statt Nudeln mit Tomatensauce, Pommes statt Salzkartoffeln...Prinzip ist klar, oder!? Aber diese Tage sind nicht absolut No-CArb! Und dann kommt wieder ein oder mehrere No-Carb-Tag/Tage, nachdem man die "Batterie aufgeladen hat!

 

Fazit: Migräniker, verwirre Deinen Körper, aber hungere ihn nicht aus! Man kann auch zu wenig essen!

 

6 Monate Anti-Migräne-Diät: Gesund oder Wahnsinn?

Hallo Frau Barkawi,

ich habe diese Diät nun 6 Monate ganz hart durchgezogen, lebe also seit 6 Monaten irgendwie zwischen Phase 1 + 2. Habe lediglich Hähnchen ab und zu gegen anderes Fleisch oder Fisch ausgetauscht. Aber irgendwie gehts mir nicht gut. Woran kan das liegen? Ich war doch echt diszipliniert!

 

Lieber Herr B.,

zunächst wollte ich eigentlich was Positives sagen und Sie loben für Ihr Disziplin und Ihr Durchhaltevermögen. Aber dazu fällt mir nur eins ein: Sind Sie wahnsinnig??? 

 

Die 21-Tage-Diät ist eigentlich eine 21+8 Tage-Diät, aber dann schließt sich eine sehr entspannte lebenslange Ernährung unter Beachtung von ein paar klitzekleinen Spielregeln (die Top-10) an, nicht so ein brutaler Verzicht, wie Sie ihn praktizieren! 

 

Das ist weder gesund noch im Sinne des Erfinders! Beginnen Sie vorsichtig mit Kohlenhydraten, verstecken Sie diese in Sahne, Butter & Co., verzichten Sie auf die Kohlenhydrate, wo es nicht wehtut, ersetzen Sie Salzkartoffeln durch Pommes...Sie wissen schon! Aber kasteien Sie sich nicht selbst ud machen daraus bitte keine Lebensphilosophie! Der Mensch ist ein Allesfresser und braucht ausgewogene Kost!

 

Fazit: Die 21-Tage-Diät (nomen est omen!) geht über 21 Tage, ist also ein befristeter Entzug, keine dauerhafte Ernährungsform! Sie sollen clever strategisch essen, aber nicht verhungern! :-)

 

Migräne immer zur Zeit der Menstruation?

Hallo Frau Barkawi,
ich habe die 21 Tage gut überstanden und bin ziemlich schnell schmerzfrei gewesen. Ab dem 4. Tag ging es mir gut, abgesehen vom Schlappsein, aber das ist ja klar bei einer solchen Umstellung. 
 
Insgesamt geht es mir sehr gut, mein Kopf ist frei und klar, ich fühle mich an vielen Tagen sehr stabil. Nur um die Periode herum bzw. meist ein paar Tage vorher habe ich mal mehr, mal weniger Migräne und fühle mich mies. Was ist das? Warum immer genau dann?
 
 
Liebe Frau M.,
 
mein Verdacht wäre eine Östrogen-Dominanz, verbunden mit einem Progesteron-Mangel. Das haben mittlerweile sehr viele Frauen, egal ob jung oder alt, vor allem aber ab Mitte 40 bis hinein in die Wechseljahre.
 
Wenn Sie also PMS mit allen Begleiterscheinungen kennen ("Stillbusen", starke und lange Blutungen,Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen etc.), dann kann das Östrogen der Übeltäter sein. Vielen Frauen fehlt das „Gegenmittel“ Progesteron, welches der Körper ab der Zyklusmitte eigentlich selbst produziert. Eigentlich!
 
Denn oft baut sich die Gebärmutterschleimhaut mit sehr viel Östrogen auf, aber durch einen fehlenden Eisprung entsteht doch kein Ei und der daraus resultierende Gelbkörper, der eigentlich wiederum das Progesteron anstossen würde. Hiervon betroffen sind besonders Frauen, die die Pille nehmen und vor/in den Wechseljahren. 
 
Hinzu kommt möglicherweise eine hormonelle Änderung durch die fetthaltige Ernährung, denn viele Hormone bilden sich aus Fett (deshalb auch unbedingt notwendig für den Körper!),  vielleicht ist bei Ihnen da ein Östrogen-Motor angesprungen, der vorher auf Sparflamme lief, also sie noch anders gegessen haben? 
 
Was aber hat das mit Migräne zu tun? Die Hormon-Situation hat massiven Einfluss auf Insulin. Ich kann es gar nicht oft und fett genug schreiben: 
 

Östrogen-Überschuss und/ oder Progesteron-Mangel fördert Insulin-Überschuss und damit Unterzucker!!! 

 
Deshalb bekommen viele Frauen auch um die Menstruation herum Kopfschmerzen/ Migräne, weil sie in dieser Zeit besonders anfällig sind für Unterzucker! Darum auch der allseitsbekannte Schoko-Flash an bestimmten "Tagen". 
 
Wer kennt nicht den Schokoladen-Heißhunger in dieser Zeit? Genau! Der beste Beweis für Unterzucker ist die Gier nach Süßem! Und damit geht der Teufelskreis erst richtig los, denn Schokolade/Süsses macht in der Folge noch mehr Unterzucker und kurz darauf beginnt der Schmerz. Warum? Der Körper versucht durch massive Adrenalin-Ausschüttung die Gluconeogenese anzuschubsen - also die körpereigene Herstellung des Blutzuckers - um diesen auf ein normales Maß anzuheben. Und Adrenalin ist höchst gefäßwirksam!
 
Viele Ärzte kennen  den Zusammenhang zwischen Östrogenüberschuss, Progesteron-Mangel und Insulin nicht und verschreiben meist auch nur Östrogen allein, beispielsweise in/nach den Wechseljahren. Zudem propagiert ein allseits bekannter Migräne-Guru einer Migräneklinik aus Norddeutschland immer wieder ganz oberschlau "dass der Heißhunger auf Süßes schon die erste Stufe der Migräneattacke sei"! Warum das so ist und was man schon im Vorfeld dagegen tun kann, sagt er leider nicht! Ausser vielleicht in seiner Klinik "Stressfreiheit" für ein paar Tage zu üben.
 
Aber was kann man dagegen tun? Zumindest mal den Hormonspiegel bestimmen lassen und sich bei Bedarf "Utrogest" verschreiben lassen, was auch sonst ein Segen ist, denn es macht schöne Haut, schützt u.a. vor Gebärmutterkrebs, hat keine Nebenwirkungen und es ist ein naturidentischer Stoff, der dem Körper meist ab der Mitte des Zyklus massiv fehlt!
 
Also einen Versuch wert! Insbesondere in Kombination mit einer ansonsten den Top-10 Spielregeln entsprechendnen Ernährung, die ebenfalls den Blutzucker stabil hält!

Immer Migräne nach Salat?!

Hallo Frau Barkawi,

ich habe Ihre Diät (wie gemein, das so harmlos "Diät" zu nennen!!!:-) gut überstanden und war nach der ersten Woche schmerzfrei.

 

Die 21 Tage sind um, genauso wie die 7 Tage mit der angereicherten Kost und nun versuche ich für mich herauszufinden, was mir persönlich gut tut - oder eben auch nicht. 

 

Morgens esse ich wie empfohlen Eiweißbrot mit Butter und einer großen Portion Rührei etc. und mir gehts gut damit, null Hunger bis zur Mittagszeit, Kopf ist klar und ohne "Nebel", bin damit also anscheinend ganz gut versorgt. Auch abends komme ich mit ordentlich Fleisch und Gemüse gut hin, wache auch nachts nicht mehr mit Kopfschmerzen auf.

 

Aber...!

 

Jeden Nachmittag bekomme ich Kopfschmerzen, also nehme ich an, dass es irgendwie mit dem Salat mittags zusammenhängt. Salat ist doch aber voll Ihr Konzept??? Was mache ich falsch?

 

Lieber Herr B.,

wie schön, dass Sie sich so genau beobachten, denn Sie haben Recht: Nicht jeder verträgt alles, das muss man individuell herausfinden. 

 

Salat stellt sich in der Tat für viele Menschen als nicht gut verträglich heraus, auch wenn nicht jeder Kopfschmerzen bekommt, so gibt es doch eine ganze Menge Hinweise des Körpers, wenn man Salat eigentlich nicht verträgt.

 

Aber was heißt "verträgt" man nicht gut?

 

Salat ist Rohkost und das an sich ist für viele schon schwierig zu verdauen. Hinzu kommt, dass viele Pflanzen über Stoffe verfügen, die gegen sogenannte "Fraßfeinde" wirken sollen. So sind beispielsweise die Schalen, welche die Möhre in der Erde schützend umhüllen sollen, vielen nicht sonderlich zuträglich, auch wenn sie in Rohköstler-Kreisen als gesund propagiert werden.

 

Wenn Sie sich also ein wenig selbst beobachten: Magengrummeln nach Rohkost-/Salatverzehr ist schon mal ein guter Hinweis darauf, dass sich der Körper ganz schön abmühen muss mit dem Mageninhalt. 

 

Dadurch liegt der Salat oft sehr lange im Verdauungstrakt! Weil Salat und Rohkost aber oft eher vergoren statt verdaut werden, entstehen bei vielen Menschen Gärungsgase. Sprich: Viele pupsen sich zu Tode nach Rohkost/Salat! Hier meldet sich ihr Körper lautstark, denn das ist schon mal ein klarer Fall von "vertrag ich nicht!"

 

Was hat das aber mit Kopfschmerzen zu tun, werden Sie fragen?

 

Hier nun die eigentlich Antwort: Wenn Rohkost, Salat & Co. lange im Verdauungstrakt liegen und vor sich hin gären, entstehen sogenannte Fusel-Alkohole. Das sind die, die einem nach einem ordentlich Suff bei der Faschingsparty am nächsten Tag schlimm "Kopp" machen. 

 

Empfindlichen Menschen, also uns Migränikern, machen sie auch in kleinen Mengen massiv Ärger! Unser Körper warnt uns aber wenigstens schmerzhaft. Andere merken es gar nicht, obwohl man es sogar messen udn nachweisen kann: So haben viele Röhköstler eine gut erkennbare "Säufernase", obwohl sie null Alkohol trinken. Und auch bei Polizeikontrollen fallen spät abends immer wieder Menschen auf, die 0,2 Promille haben, obwohl sie nichts getrunken haben. Das war dann der Salat zu Mittag! 

 

Also mein Tipp: Wenn Sie immer wieder nachmittags Kopfschmerzen bekommen vom Salat, probieren Sie mal kurz in der Pfanne angeschwenkten Endiviensalat aus, durch die Hitze wird er wesentlich besser verdaulich. Die grünen Blatteile kürzer, die weißen, dicken länger anbraten! Viel Olivenöl und Salatdressing drüber und vielleicht eine Handvoll Quinoa!? Macht satt, ist wesentlich besser verdaulich und Sie haben trotzdem das, was Sie eigentlich essen wollten: Salat!

 

Radikale Diät auch bei  Kindern mit Migräne?

Hallo Frau Barkawi,

nicht nur ich, sondern auch mein kleiner Sohn hat sehr oft Kopfschmerzen/Migräne. Kann ich Ihre "Diät" auch bei ihm anwenden? 

 

Liebe Frau Z.,


klare Antwort: Nein! Das ist für ein Kind zu radikal!
 
Aber es geht auch anders! So manche Mutter hat - genauso wie ich mit meinem kopfschmerzgeplagten mittleren Sohn - ein gemäßigtes Vorgehen ausprobiert und damit erstaunlich schnell Erfolg gehabt.
 
Ich weiß von einer Leserin mit einem Sohn im Grundschulalter, dass er mit dem im Folgenden beschriebenen Vorgehen komplett schmerzfrei wurde, eine Mutter mit einem dicklichen pubertierenden Sohn schrieb begeistert von Schmerzfreiheit und vielen verlorenen Kilos! Auch Kinder mit vermeintlichem "ADHS" sind plötzlich "geheilt", denn bei vielen liegt lediglich Unterzucker mit daraufhin ausgeschütteteten Unmengen Adrenalin vor. (Wohlgemerkt: Nicht bei echten ADHS-Fällen!)
 
Ich habe meine persönliche, ereignissreiche Story inclusive der Krankenhaus-Odyssee meines Sohnes mal auf meiner Seite "Kinder und Migräne" zusammengefasst, vielleicht hilft Ihnen diese einfachen MAssnahmen schon?

Ansonsten: Gemäßigtes Low-Carb ist wunderbar, hat bei meinen Jungs auch geholfen und ist eigentlich keine große Einschränkung. 
 
Zudem erlangen Kinder die Fähigkeit, Ketonkörper zu bilden wesentlich schneller wieder zurück als Erwachsene, insofern reicht meist das beschriebenen Vorgehen vollkommen aus:
 

Ordentlich Spiegeleier zum Frühstück, mit Speck, Mittags Schnitzel (Natur) mit Kräuterbutter und  Salat, Abends Frikadellen oder Kotelett mit Mayo und Gemüse und immer mal eine Handvoll Nudeln oder Quinoa dazu, denn ganz No-Carb muss es gar nicht sein!

 

Auch gemäßigtes Atkins oder jede Art der gemäßigten Keto-Ernährung ist wunderbar machbar für Kinder, aber bloß nicht total No-Carb!

 

Mein Sohn war weniger unruhig und hatte sogut wie keine Kopfschmerzen mehr, außer in der Umstellung der ersten 1-3 Tage!

 

Atkins finden Sie beispielsweise bei Amazon für wenige Euro:

 

http://www.amazon.de/Diät-Revolution-Der-kalorienreiche-gesunder-Schönheit/dp/3596151600/ref=sr_1_10?ie=UTF8&qid=1398327641&sr=8-10&keywords=atkins


Was allerdings wirklich oft übersehen wird, insbesondere bei sportlichen Kindern: Trinken! Und das macht gerade empfindlichen Kindern oft böse Kopfschmerzen! Aber das ist ja leicht abzustellen!

Anti-Migräne-Diät: Sind 20g Kohlenyhdrate täglich auch okay?

Hallo Fr. Barkawi,

 Wenn ich statt der 21 Hähnchen-Zucchini Tage
in den 3 Wochen die Einleitungswoche von Atkins (maximal 20 gr KH) machen würde (also auch ausdehnen auf 21 Tage), ginge das?

 

Wären dass genug "wenig" Kohlenhydrate? Da wären doch quasi auch keine KH drin, oder glauben sie, dass das immer noch zuviel wäre? Und die KH natürlich NICHT aus Brot, Zucker, sd. nur Fett, Gemüse und Fleisch ggf Atkins-Obst? Ist Ketose gleich Ketose?

 

Liebe Frau Z.,

da ist jeder anders! Ich bin mit 20g KH weder in Ketose gekommen noch habe mich in Ketose halten können! Bei mir hat sich mit diesen Diäten NICHTS gebessert weil sich auch NICHTS getan hat im Körper!
 
Ich musste total auf Null runterfahren, auch das Fett, denn die Ketose soll ja auf Körperfett zurück greifen und das ging bei mir anscheinend nur mit Null Komma Null von beidem . (Ist übrigens der Grund für die Erfindung der HCG-Diät, denn hier tummeln sich die Übergewichtigen, bei denen der gleiche gemeine Verweigerungs-Mechanismus stattfindet, also gar nicht so selten!)
 
Viel von uns Migränikern nehmen nur sehr schlecht oder gar nicht ab (was ja auch vordergründig gar nicht unser Ziel ist!), aber das zeigt, dass mit unserem Fettstoffwechsel etwas nicht stimmt. Ein guter Indikator ist also zunächstmal, wenn SIE gut abgenommen haben die letzten beiden Wochen, denn dann scheint Ihr Körper durchaus auf Fett zuzugreifen.
 
Hinzu kommt die Ketose, aber das ist wie gesagt nur die halbe Miete, denn auch in Ketose können Sie nach wie vor Migräne haben! Warum?
 
Das Wichtigste ist: Wenn Sie zusätzlich auch keine Unruhe, kalten Schweiß, also keinen hohen Adrenalinspiegel haben (denn das Adrenalin ist der eigentliche Schurke!), dann kann es gut sein, dass bei Ihnen zwei Wochen reichen. Diese Gewöhnung, dass der Körper bei einem normal-niedrigen Blutzucker nicht mehr panikartig Adrenalin ausschüttet geht beim einen schneller, beim anderen dauert's manchmal 4 Wochen!
 
Wenn es Ihnen diesbezüglich also prima geht ist  gegen einen früheren Einstieg in Phase 2 nichts einzuwenden. Darauf folgt dann die Woche darauf langsam Phase 3 mit ausgesuchten, wenigen KH, denn mir hat dauerhaft striktes Null-Komma-Null-No-Carb weder geholfen noch gut getan.
 
 
Besser ist ist vielen Lesern und mir bekommen: Fisch/Fleisch und Gemüse immer wieder mal eine Handvoll Quinoa, ein Eiweißbrot mit ganz dick Butter, Schinken/ Käse zum Frühstück und vor allem: Gut beobachten, was im Körper und im Kopf passiert!
 
Denn wie sagen die Kölner so schön: Jeder Jeck ist anders! Und das individeuelle Fine-Tuning Ihres "Motors" finden Sie am besten durch Beobachtung heraus!
 
p.s: Atkins (das alte Buch!) ist meiner „Diät“ sehr ähnlich, bis auf das "Atkins-Obst"! Bitte nicht!!! Das macht Ihnen sofort wieder Kopfschmerzen, vor allem in diesem „leeren“ Zustand direkt nach dem harten Entzug! Geben Sie Ihrem Körper etwas Zeit!

Kaffee, Cola Light und Dukan-Diät für Migräniker?

Hallo Frau Barkawi,

(...) nachdem ich in Prüfungszeiten immer Kohlenyhdrate fürs Gehirn brauchte, habe ich versucht zwischen den Prüfungen wieder gesünder zu leben und ein bisschen abzunehmen. Mir ging es jedes Mal grauenvoll.

 

Dann bin ich über die DUKAN-Diät gestolpert und habe diese eine längere Zeit durchgezogen und unglaublichen Haarausfall bekommen. Danach ging es erst so richtig los mit der Migräne. Kann ich das durch die Diät ausgelöst haben? Kann man Migräne durch Diäten auslösen?

 

Zudem: Ich liebe KAffee und verstehe nicht, warum Sie empfehlen, besser auf Kaffee zu verzichten?

 

Liebe Frau M., 

Sie schreiben, zwischen den Prüfungen haben Sie immer wieder mal Diät gemacht?! Nunja, mit Diäten ist es für uns Migräniker so eine Sache: Die meisten gesunden Menschen essen weniger und der Körper schaltet mühelos um in den Hungermodus, in dem das Gehirn wunderbar durch den verbrannten Speck am Bauch versorgt wird.

 

Die meisten von uns können das nicht mehr, aus welche Grund auch immer, und bekommen nur tagelang andauernde Kopfschmerzen, nehmen aber kein Gramm ab, also "diäten" wir noch strenger und um so schlimmer wird's im Kopf...! Was passiert hier?

 

Im Gegensatz zu Nicht-Migränikern, bei denen das innerhalb weniger Stunden passiert, schaffen wir Migräniker es meist noch nicht einmal innerhalb weniger Tage, vom normalen KH-Verbrennungsmodus in den Ketose-Verbrennungsmodus umzuschalten.

 

Zudem erfordert es bei uns oft eine andere Radikalität, denn unser Körper klammert sich oft hartnäckig an Restkohlenhydrate und bastelt sich auch noch aus einer größeren Eiweißmenge wieder KH, um bloß nicht umschalten zu müssen! Deshalb sind Diäten "zwischendurch" mit viel Eiweiß und/ oder Rest-Kohlenhydraten  meist nicht erfolgreich, nach zwei Wochen haben wir meist nur 14 Tage verloren und jeden Tag Migräne gehabt...:-(

 

Die Erfahrung zeigt, je häufiger ein Körper Bekanntschaft mit einer Diät gemacht hat (meist FRauen!), desto schwieriger und länger ist leider die Umstellungsphase. So viel zum Thema Diäten im Allgemeinen!

 

Dukan finde ich deshalb besonders bedenklich, weil hier sehr viel Süßstoffe erlaubt sind, Karl Lagerfeld säuft als bekennender Cola-holic literweise Diät-Coke...! Bei gesunden Menschen mag das als Kurzzeitdiät noch halbwegs passen, wenngleich die täglich eKlinikpackung Cola natürlich nicht gesund ist, Migräniker macht es noch kränker,denn hier greifen zwei Dinge:

 

Das Koffein, welches wiederum Adrenalin lockt und beides ist höchst gefäßwirksam! Und natürlich die "Süße", die der Bauchspeicheldrüse trotzdem signalisiert "Los, es kommt süß, also schütte Insulin aus!". (Kann jeder an sich selber testen, denn nach spätestens einer halben Stunde knurrt der Magen und man hat Hunger, und nichts anderes ist Untertzucker! (Nutzt man übrigens in der Schweinmast, denn nicht nur Menschen bekommen davon Hunger...!)

 

Durch das Insulin sinkt der bei Cola-Light eigentlich gar nicht vorhandene Blutzuckerspiegel nochmals rapide, und es wird Adrenalin ausgeschüttet, um selbigen wieder anzuheben. Der Teufelskreis für Migräniker dreht sich um Insulin und Adrenalin, und diese werden besonders gelockt durch "Hunger" und "Süß"!

 

Kaffee ist selbstredend die gleiche  Problematik, natürlich genauso wie Cola, Energy-Drinks, starkem grünen oder schwarzem Tee, also lieber nur ab und zu mal einen Cappuccino als Dessert, aber bitte nicht als "Getränk" über den Tag verteilt, und bloß nicht auf leeren Magen!

 

(Hier ein sehr informativer Link mit den entsprechenden wissenschaftlichen Studien: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/kaffee-ungesund.html)

 

Dennoch habe ich ja beschrieben, dass es drei Typen von Kaffeetrinkern gibt, wenn Sie also zu denen gehören sollten, denen Kaffee nix anhaben kann oder Kaffee sogar die Migräne bessert, ist das prima, aber das sind die wenigsten von uns! Und diejenigen, bei denen Migräne sich durch starken Kaffee bessert, haben in der Regel Kopfschmerzen durch Kaffee-Entzug, sind also abhängig, aber keine "echten" Migräniker!

 

Kann man mit Dukan oder sonstigen Dingen Migräne auslösen? JEIN! Die meisten Migräniker haben eine familiäre Veranlagung, meist nachweisbar dadurch, dass Oma, Opa, Mutter, Vater, Geschwister ebenfalls unter Migräne leiden. Nun gibt es zwei Dinge, die hier zusammen kommen:

 

Zum einen essen Familienmitglieder ja meist recht ähnlich, haben also meist die gleichen Dinge auf dem Teller, und wenn Muddi jeden Tag Pellkartoffeln macht und davon Kopfschmerzen bekommt, kriegt der Bub das vermutlich auch, denn hier greift der zweite Aspekt: 

 

Viele von und reagieren sensitiv auf KH und haben eine hyperaktive Bauchspeicheldrüse (das ist einfach eine Laune der Natur, wie manche eben auch einen starken Bartwuchs durch eine sehr aktive Hormonwelt haben), die sich vermutlich einfach vererbt und zunächst ja auch nix Schlimmes ist, wenn man sich denn darauf einstellt und besser Pommes statt Pellkartoffeln pur isst. 

 

Wenn zudem noch Herr Dukan & seine Cola auf diese hyperaktiven Bauchspeicheldrüse treffen, dann macht selbst ansonsten gesunde Kost ziemlich Ärger im Kopf und zwar durch das Insulin und das damit gelockte Adrenalin.

 

Auf den durch Diät, Süßstoff und Cola erhöhten Adrenalin-Level kippen wir noch drei Kaffee und die Migräne ist perfekt! Insbesondere in Stressphasen (Prüfungszeiten, Ärger am Arbeitsplatz, Streit mit dem Ehemann/Kinder) schütten wir ohnehin so viel Adrenalin aus, dass das zusammen mit dem Adrenalin aus Unterzucker und Kaffee zur Katastrophe wird.

 

Falsch ist aber der Umkehrschluss, externer Stress würde die Migräne auslösen, denn der ist hier nicht Ursache sondern Wirkung! Die Ursache ist das bereits sehr hoch liegende interne Stress-Level!

 

 

Gegen externen Stress an sich kann man ja nicht viel machen, gegen internen Stress und dadurch generiertes Adrenalin (also durch Kaffee/Cola etc.  und Unterzucker bzw. massive Blutzuckerschwankungen) schon!!!

 

Zum Thema Haarausfall kann ich leider nicht so viel aus eigener Erfahrung sagen, aber definitiv haben Haare mit Hormonen zu tun und nahezu alle Hormone benötigen Fett, um sich zu synthetisieren! Fettarme Diäten fahren den Hormonlevel komplett runter und das ist eine Katastrophe für Haut & Haare!!

 

Denken Sie an die mageren Sportlerinnen, denen die Menstruation ausbleibt! Im Gegenzug erleben Frauen bei einer fettreichen Ernährung ) also Fisch/Fleisch mit Olivenöl etc.), dass sich PMS bessert, Gelenkschmerzen verschwinden, die Haut schöner wird, und auch einen Effekt auf die Haare, das zeigt sich natürlich erst nach ein paar Monaten!

 

Dauerhaft No-Fat zu essen ist also absolut nicht sinnvoll! Und erst recht nicht, dieses durch Diät-Cola zu ersetzen...!

 

Migräne-Diät: Nur zwei statt drei Mahlzeiten am Tag oder sogar gar Nichts essen?

Hallo Frau Barkawi,  

ich bin nun am 8. Tag der 21 Tage Diät und habe nur noch ab und zu leichten Kopfschmerz, meine Frage ist nun,ob es zwingend notwendig ist 3 Portionen zu essen?  Mehr als 2 Mahlzeiten (100gr) bringe ich im Moment nicht herunter. An manchen Tagen möchte ich einfach gar nichts essen, geht das auch?

 

Liebe Frau K.

Sie fragen, ob Sie noch weniger essen können, als ohnehin schon vorgesehen ist? Klar können sie das, ist aber aus verschiedenen Gründen nicht sinnvoll!

 

Der Körper fährt den Stoffwechsel total runter, wenn Sie noch weniger und mit noch größerem Abstand essen, weil er denkt, es ist eine Hungersnot ausgebrochen.

 

Das wollen wir genauso vermeiden wie den Abbau der Muskulatur (Muskeleiweiß!), die der Körper dann anfängt einzusetzen, wenn er so gar nix mehr zu futtern bekommt! Dreimal am Tag ist besser, denn Sie wollen ja auch nach spätestens 3 Wochen wieder in Richtung Normalität, und das wird schwierig, wenn Sie extrem gehungert haben.

 

Ein Problem des allseits bekannten Jo-Jo-Effekts ist zudem, dass der Körper den Stoffwechsel für bis zu 6 Monate runterfährt, wenn er so starkem Hunger ausgesetzt ist, so dass er dann selbst mit wesentlich weniger Kalorien wieder zunimmt. So haben Menschen Hungersnöte überlebt, für unsere Zwecke ist das jedoch nicht sinnvoll!

 

Lediglich die Pausen zwischen den Mahlzeiten sind wichtig, also nicht als Häppchen verteilen auf den Tag, sondern morgens, mittags und abends essen und dazwischen nichts! Ich weiß, das ist manchmal wirklich hart, aber es funktioniert! 

Übler Mundgeruch in der Zeit der Migräne-Diät?

Hallo Frau Barkawi,

ein heikles Thema, aber vielleicht haben Sie auch hier einen guten Tipp für mich: Mundgeruch während er Diät...! Bonbons, Kaugummis & Co. sind ja tabu!

 

Lieber Herr K.,

Sie haben Recht, das ist wirklich ein fieses Thema während der Diät, denn man ist in doppelter Hinsicht geschlagen mit üblen Ausdünstungen:

 

1. Die Ketose: Macht einen süßlich-fauligen Körper- und Mundgeruch. Das lässt sich leider nicht vermeiden, denn die Ketose ist ja unser Ziel! Aber viel Wasser zu trinken "verdünnt" die Geruchskonzentration und schafft ein wenig Abhilfe.

 

2. Mundgeruch durch die einseitige Ernährung: Ja, das ist grundsätzlich ein ziemlich ekeliges Thema, wird auch in tausend Foren heiß diskutiert. Auch ausserhalb von Diäten ist Mundgeruch in nahezu allen Fällen zurückzuführen auf Bakterien im Mund, und hier vor allem auf der Zunge. Im Mund findet der erste Schritt der Verdauung statt. Soweit so gut, aber: Die Zunge ist wie ein Schwamm und hält so ziemlich alles fest, womit sie in Berührung kommt: Reste von Fisch, Fleisch, Eiern, sind besonders ekelig im Nachgang, denn das Eiweiß wird auf der Zunge zersetzt und stinkt bestialisch nach Schwefel, einem Abbauprodukt bei der Eiweißverdauung. Hier kann man nur Abhilfe schaffen, indem man die Zunge sauber hält, besonders Eiweißreste entfernt mit einer Bürste, und einem die Eiweißzersetzung stoppenden modernen Mundwasser wie beispielsweise CB12.

 

Innerhalb der Diät, also während der 21 Tage würde ich jedoch auf ein absolut ungesüßtes Mundwasser ausweichen. Mein Tipp: ONE-DROP-ONLY - gibts für kleines Geld in jedem DM, hält übrigens ewig so ein kleine Flasche, weil Konzentrat! - enthält nur reine ätherische Öle, ohne Zucker-oder Süßstoffzustätze und ist wunderbar scharf, so dass ein frisches Gefühl im Mund entsteht.

 

Davon immer wieder mal einen Tropfen auf die Zunge zwischendurch,  zum Gurgeln mit einem Schluck Wasser, oder auf die Zahnbürste getropft und über die Zunge gebürstet lässt einen auch ohne Stinktier-Status die Tage des harten Entzuges überstehen.

 

Denn Mundgeruch ist der eigentliche Grund, warum Diäten einsam machen!:-)

Nach der Migräne-Diät: Welches Essen bei anstrengender Bergtour, Sport & Co?

Hallo Frau Barkawi,

Ich habe jetzt die 21 Tage erfolgreich hinter mich gebracht und fange morgen mit der Aufbauwoche an. Mitte August, also in 5 Wochen gehe ich auf eine 3 Tages-Hüttentour. Das ist immer sehr anstrengend. Ich frage mich jetzt, ob ich an diesen Tagen, möglichst KH-frei mich ernähre oder gerade ein paar KH für die Kraft brauche. Auf der Hütte zum Abendessen und Frühstück komme ich eh nicht ohne KH weg, aber tagsüber kann ich mir die Brotzeiten steuern. Was meinen Sie? 

 

Liebe Silke,

auf die Entfernung ist es schwierig zu sagen, wie sich das bei Ihnen verhält, denn ich kenne weder Ihre Größe, noch Ihr Alter und Gewicht und ob Sie schnell abnehmen, Ihr Fettsoffwechsel also noch in Ordnung ist. Auch weiß ich nicht, ob Sie schon ganz problemlos ab dem 4.Tag schmerzfrei waren. 
 
Wenn Sie nach den 21 Tagen + 7 Tage halbwegs stabil sind, der Kopfschmerz weg ist und Sie mühelos hin- und her schalten können zwischen Glukose-Antrieb und Ketose, dann spricht nichts dagegen, wieder in Richtung Normalität zu gehen, aber immer unter Beachtung der Top-10, also kein O-Saft zum Frühstück oder nchmittags Obst auf leeren Magen und solche doofen Sachen!
 
Mir selber hat morgens ein Brot durchaus gut getan, allerdings mit ganz viel Rührei und Butter. Ich würde mittags und abends auch keine Riesen-Nudelportionen verputzen, aber auch nicht nur Salat, denn der macht auch wieder Ärger bei vielen von uns, weil er vergärt und damit Alkohol produziert, anstatt verdaut zu werden.
 
Also einfach normal essen, allerdings immer unter Beachtung der 10 Spielregeln, KH da weglassen, wo sie nicht weh tun, und lieber eine fette Sahnesauce statt magere Tomatensauce. Bei der Bergtour auf der Hütte beispielsweise viel fetten Obatzda und dazu nur eine Breze, Käseplatte und Landjäger-Würstchen (so in der Art!) ist lecker, macht satt und der Kopf bleibt schmerzfrei! 
 
Viel wichtiger ist, dass Sie die Pausen einhalten von ca. 5 Stunden (also nicht zwischendurch futtern!), denn sonst verlernt der Körper die mühsam erlangte Fähigkeit in die Ketose umzuschalten wieder!
 

Nach der Migräne-Diät: Süßigkeiten & Co.?

Hallo Frau Barkawi,

ich bin an Tag 18 der Diät und seit dem 4. Tag schmerzfrei. Nun  freue ich mich in wenigen Tagen wieder auf normale Kost, denn Snickers-Eis, Karamell-Latte, Cola & Fanta habe ich schon schmerzlich vermisst (...)

 

Lieber momentan schmerzfreier, eigentlich zukünftiger Ex-Migräne-Leidensgenosse,

 

ich freue mich, dass es Ihnen genauso gut geht wie vielen Lesern und mir selbst, und Sie nach dem 4.Tag schmerzfrei waren. Genießen Sie dieses Gefühl - denn bald ist es wieder vorbei!

 

Gern würde ich ein paar nette Worte zu solchen Emails schreiben, die mich jeden Tag erreichen. Zu Snickers-Eis und Karamell-Latte, hemmunglosem Süßkram-Dessert-Fressen & Cocktails-Saufen in All-Inclusive-Hotels oder auf Kreuzfahrten (was immer wieder in MAils angefragt wird!) fällt mir aber nichts Nettes mehr ein.

 

Im Gegenteil: Jeder, der als Migräniker solchen Mist zu seiner Ernährung macht und davon sogar als „normaler Kost“ redet, dem ist nicht mehr zu helfen.

 

Nur eine Bitte: Wenn Sie danach sofort wieder Migräne bekommen, schreiben Sie bitte nicht, dass die 21-Tage-Diät nicht funktioniert hat!

 

Schreiben Sie bitte stattdessen, dass Sie schmerzfrei waren, aber wider besseres Wissen und entgegen allen Empfehlungen wieder in alte, schlechte Gewohnheiten zurück gefallen sind und dass Sie die verzweifelte Botschaft Ihres Körpers, sich anders zu ernähren, wissentlich ignorieren!

Migräne: Hilft heiß oder kalt? Vasokonstriktion oder Vasodilatation?

Hallo Frau Barkawi,

mein Neurologe sagt, Migräne ist eine Erweiterung der Gefäße, keine Verengung und deshalb kann Unterzucker und das daraufhin ausgeschüttete Adrenalin nicht das Problem sein. 

 

Lieber Herr K.,

viele Ärzte sind mit ihren dogmatischen Aussagen nicht wirklich hilfreich, vor allem aber haben die meisten selber KEINE Migräne und kennen somit auch nicht die Unterschiede, die jeder von uns am eigenen Leib erfahren hat: 

 

1. Manch einem von uns hilft Kälte und Kaffee, weil die Gefäße ausgedehnt (!) sind.

 

2. Anderen hilft Wärme, Kopf untertauchen in der heißen Badewanne, oder stundenlang unter der heißen Dusche stehen, weil die Gefäße zusammengezogen (!) sind.

 

 Migräne gibt es mit ganz eindeutig unterschiedlicher Ausprägung: Die Vasokonstriktion (Zusammenziehen der Gefäße) und die Vasodilatation (Ausdehnung der Gefäße!

 

Wenn Sie sich fragen "Welcher Typ bin ich?" Hier mein Tipp als Schnell-Test: 

Hilft Wärmeflasche oder die Tüte Tiefkühl-Erbsen?

 

Hier finden Sie einen recht interessanten Artikel mit Erklärungen der beiden Konstitutionen und warum es beides gibt und was daran so schmerzhaft ist: http://semmelweis.de/pdf/42_von_buengner_migraene.pdf

 

Mit den besten Grüßen an den Herrn Neurologen!:-)

Migräne: Ist die 21-Tage-Diät für mich das Richtige?

Hallo Frau Barkawi,

Daher ich mir nicht sicher war, ob ich der richtige Typ für die 21-Tage Diät bin, trotz dass ich viele H angekreuzt habe, hatte ich mir jetzt Blut nehmen lassen:


Cholesterin ist sehr überhöht, aber Triglyceride nicht übermäßig hoch. Das einzige, was aufgefallen ist, war dass der Zucker sehr niedrig war, trotz dass ich schon eine Kleinigkeit gegessen hatte. 

Jetzt bin ich genauso schlau wie vorher. Da ich täglich Kopfschmerzen und dann noch zweimal die Woche Migräne habe und vor allem total am Ende bin,will ich fragen bevor ich anfange: Können Sie mir sagen, ob ich der Typ für die 21-Tage Diät bin???

 

Hallo J.,

 
lassen Sie doch einfach mal einen Tag komplett (!!!) Kohlenhydrate weg und schauen, ob Sie Migräne bekommen? Einen besseren Beweis gibt es nicht, wenn es nach spätestens 12-24 Stunden brutal „Aua im Kopp“ macht!;-) 
 

Essen für diesen Versuch: Einfach mal morgens, mittags und abends ausschließlich Fleisch oder Fisch essen (normale Menge, also ca. 200g) , dazwischen nichts! Und dann abwarten!

 

Wenn Ihre Kopfschmerzen beispielsweise von der Wirbelsäule kommen, passiert dann nämlich nicht viel...! Wenn Sie damit aber einen Anfall auslösen, wissen Sie Bescheid! 
 
Nur eins sollten Sie beachten: Wenn Sie Kaffeetrinkerin sind, bitte nicht parallel Kaffee weglassen, denn dann bekommen Sie Koffein-Entzugs-Kopfschmerzen, die das Migräne-Geschehen überlagern, also NICHT (!) zwei Dinge gleichzeitig ändern, sondern lediglich die Carbs entziehen! Dann wissen Sie Bescheid!

21-Tage-Migräne-Diät = 21 Tage Verstopfung?

Hallo Frau Barkawi,

neben ein paar Fragen zur Migräne, habe ich vor allem eine etwas ungewöhnliche Frage: Ich bin seit zwei Wochen zugange mit Ihrer Diät, ich habe wunderbar abgenommen, der Kopfschmerz war nach einer Woche komplett weg, aber seitdem war ich auch nicht mehr auf der Toilette. Peinliches Thema, ich weiß... (...) Haben Sie einen Tipp?

 

Lieber Peter,

das ist gar kein ungewöhnliches Thema, denn das plagt alle in dieser Zeit! Das wenige, was oben reingeht, wird komplett verbrannt, also kann unten nichts mehr ankommen. Für diese kurze Zeit von drei Wochen würde ich mir darüber nicht so viele Gedanken machen, dauerhaft gínge das natürlich nicht! 

 

Ein gutes Mittel - wenn Sie es vertragen - ist übrigens Magnesium, aber bitte keine Sprudeltabletten mit Süßstoff oder gar Fructose! (Magnesium aus dem Drogeriemarkt, ganz simpel mit dem Kochlöffel oder im Mörser zerdrücken.)

 

Nehmen Sie 400-800mg, aber unbedingt über den Tag verteilt, im Tee oder in Wasser, denn wenn Sie eine Tablette mit dieser Menge auf einmal schlucken bekommen viele sofort Kopfschmerzen. Eine solche Mineralienmenge scheint den Körper und das "leere System" zu überfordern.

 

Migräne: Heilung in den Wechseljahren?

Liebe Carena,

ich habe Dein Buch gelesen, frage mich aber, ob so ein harter Entzug für mich in Frage kommt, weil es mir durch die Wechseljahre wesentlich besser geht und mein Arzt sagt, die Migräne verschwindet komplett.

 

Liebe F.,
es freut mich zu hören, dass es Dir aufgrund der Wechseljahre-Situation besser geht. Wenn es sich bei Dir um eine rein zyklus-/sexualhormonabhängige Migräne gehandelt hat, Du also immer nur an den Tagen vor/an den "Tagen" Migräne hattest, ist der Sachverhalt klar. 
 
Was ist aber mit den Millionen Frauen, die unter einer NICHT-zyklusabhänigen Migräne leiden, und trotzdem ab der Lebensmitte Erleichterung erfahren? Und noch viel mehr: Was ist mit den vielen Männern, denen es ebenfalls ab einem bestimmten Alter besser geht?
 
Was in diesem Alter passiert hat mit einer echten Gesundung wenig zu tun, und man zahlt einen hohen Preis: 
 
Unzählige Migräniker reagieren extrem auf Kohlenhydrate und haben einen stark schwankenden Zuckerspiegel. Die Bauchspeicheldrüse meint es oft besonders gut und schüttet jede Menge Insulin aus, um den Zucker (Glucose) in die Zellen abzutransportiern, denn nur in den Zellen soll die Glucose als Energie bereits stehen, nicht im Blut! Hier richtet Glucose verheerende Schäden bis zur Blindheit und abgestorbenen Zehen an. Der durch Insulin gesunkene Blutzucker ruft das Adrenalin auf den Plan, welches höchst gefäßaktv ist und Migränikern das Gewitter im Kopf verschafft. 
 
Östrogen  (also die weiblichen Hormone) kommuniziert mit Insulin! Viel Östrogen führt zu viel Insulin,  insbesondere an den Tagen vor den "Tagen". Deshalb haben viele Frauen Migräne und Heißhunger auf Schokolade, denn sie befinden sich durch den hohen Östrogenspiegel oft nahe/im Unterzucker! 
 
Soweit so gut. Nun passiert aber folgendes:
Wenn nun also die Bauchspeicheldrüse über viele Jahre stark gefordert ist und sich - wie bei vielen Migränikern - über Jahre/ Jahrzehnte besonders hyperaktiv gezeigt hat, ist sie irgendwann erschöpft.
 
Es wird weniger Insulin ausgeschüttet, der Blutzucker sinkt NICHT mehr in den Keller, demzufolge ist auch weniger Adrenalin notwendig, um den Blutzucker aus dem Kellerloch zu holen. "Ist doch prima!" könnte man denken! Doch der Preis, den man für diese vermeintliche Gesundung in der Lebensmitte zahlt, ist hoch und hat einen Namen: Das ist ein beginnender Diabetes!
 
Ähnliches kann mit der Adrenalin-produzierenden Drüse im Nebennierenmark passieren, was sich dann als echter Burn-Out (also nicht Psycho-Lapaloma!) zeigt, denn hier ist eine Drüse ausgebrannt und ohne sie ist der Mensch antriebslos und schwach. 
 
Schlimm ist, dass das Organversagen – und nichts anders passiert in diesem Falle mit der Bauchspeicheldrüse – bei Millionen Menschen mit dem harmlos-niedlich-fatalistisch etikettierten "Altersdiabetes" mittlerweile als Normalzustand aufgefasst wird, anstatt gegenzusteuern mit einigen wenigen, sehr einfachen Maßnahmen, die auch einem Großteil der Migräniker helfen: Low Carb!
 
Es muss also für Dich vermutlich nicht No-Carb und auf die ganz harte Tour sein!  Low Carb reicht möglicherweise volllkommen aus und natürlich die Top 10 Spielregeln, aber die tun ja nicht weh! Aber bitte nicht Pest gegen Cholera tauschen, sprich Migräne gegen Diabetes!
 
In diesem Sinne also: Pass gut auf Dich auf! :-)

21 Tage Anti-Migräne-Diät als Wellness-/ Detox-Programm?

Hallo,
nachdem ich im Februar die 4 Wochen "durchgezogen" habe und seitdem , seit 35 Jahren, fast völlig schmerzfrei bin, soweit ich denn den 10 Geboten folge, möchte ich die Rosskur nun noch einmal durchziehen.

 

Hintergrund des ganzen ist, dass ich doch mit der Zeit immer wieder mehr "sündige" und mich deshalb gerne wieder auf Null bringen möchte, und weil ich mir denke dass eine Entgiftungskur auch nicht schaden könnte.

 

Meine Frage ist nun: ist es nicht kontraproduktiv jedes Jahr, im Frühjahr und im Herbst, das 4-Wochen-Programm durchzuziehen? Kommt der Kopf nicht irgendwann total durcheinander?

Mit bestem Dank für dieses wunderbare Buch, und mit freundlichen Grüßen,

D.

 

Liebe D.,

 
ich freue mich, dass Sie mein Buch gelesen haben und dass es bei Ihnen so gut funktioniert hat! Wie schön dass Sie schmerzfrei sind!!!
 
Bitte tun Sie mir zwei Gefallen:
 
1. Schreiben Sie das bitte unbedingt z.B. bei Amazon als Rezension! Sie helfen damit anderen Betroffenen ungemein!!!
 
2. Bitte machen Sie die 21 Tage NICHT als Detox-Kur, denn das ist es nicht! Genießen Sie, dass Sie schmerzfrei sind, machen Sie zwischendurch immer mal wieder 1-2 Tage einen Entzugstag, gern auch paar Tage länger, aber bringen Sie Ihren Stoffwechsel nicht in Unruhe durch diesen harten Entzug.
 
Das ist der letzte Weg für schwer schmerzkranke Menschen, wenn es Ihnen jedoch bestens geht lediglich mit den Top-10-Spielregeln, dann gefährden Sie das nicht!
 
21 Tage nur Hähnchen ist auch nicht Detox, denn der Körper produziert durch das Eiweiß Ammoniak, aber das nehmen wir bei dem harten Entzug in Kauf im Kampf gegen die Migräne.
 
Wenn Sie etwas suchen, mit dem Sie sich was Gutes tun können 1-2x im Jahr, googlen Sie mal „Basenfasten“?!  Die Entsäuerung tut wirklich gut!
 

Im Kampf gegen Migräne: Lebenslang nur 30g Kohlenhydrate pro Tag? 

Hallo Frau Barkawi,
mittlerweile gehts mir gut, ich bin an Tag 19 und seit fast 2 Wochen komplett schmerzfrei. Noch! Ich habe so meine Bedenken nach den 21+7 Tagen, wennsozusagen der „Alltag“ gelebt und gegessen werden muss ( Phase 3 ) und es daran geht heraus zu finden, welche Kohlenhydrate und vor allem in welcher Menge darf ich zukünftig überhaupt noch zu mir nehmen ? 
 
Die reine Ketogene-Diät erlaubt ja eigentlich nicht mehr als 30 g Kohlenhydrate am Tag. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich wirklich damit glücklich wäre !
 
Ansonsten habe ich etwas gelesen, von wegen 1 g Kohlenhydrate pro 1 Kg Körpergewicht………..auch das erfordert noch ziemlich viel Disziplin beim Essen ! 
 
Frage : Haben Sie vielleicht einen Tipp oder Erfahrungswerte mit wie viel Kohlenhydrate am Tag ein Migräniker im Durchschnitt kalkulieren kann ohne , dass gleich wieder „Kopp“ angesagt ist ? 
 
 
Liebe S.,
diese Frage haben viele Leser, aber keine Sorge,  es gibt da keine Beschränkungen, aber ein paar Dinge, die sinnvoll oder unsinnig sind:
 
Also zunächst ganz klar ein sehr langsamer Einstieg nach den 21+7 Tagen!  Ich habe mit morgens einem Eiweißbrot angefangen, mit ganz dick Butter und Schinken drauf, den Rest des Tages aber weiter in Phase 2.  
 
Zm Beispiel: http://www.amazon.de/Mestemacher-Eiweiß-Toastbrötchen-4St/dp/B008B6H8AA/ref=sr_1_fkmr0_1?ie=UTF8&qid=1445420634&sr=8-1-fkmr0&keywords=mestermacher+Eiweiß+toast
 
Der nächste Schritt - eine Woche später - war dann mal eine Handvoll Quinoa zum Mittagessen mit Fleisch/Fisch/Gemüse, zunächst nicht viel und immer in Kombination mit Fett.
 
Vor allem aber bitte immer unter Beachtung der Top-10 Spielregeln, aber die tun ja nicht wirklich weh!Also bitte keinen Orangensaft auf leeren Magen oder sowas Beklopptes! :-)
 
Aber hier nun die wichtigste Info: Die von Ihnen genannten maximalen KH-Mengen  sind immer Angaben, um permanent in der Ketose zu bleiben, das müssen sie ja nicht ununterbrochen!!!
 
Sie müssen nur immer schnell wieder hin und her schalten können! Hier ist viel wichtiger, dass Sie die Nahrungspausen von ca. 5 Stunden zwischen den Mahlzeiten einhalten, und natürlich nachts, und dann immer wieder mal einen "Trainingstag"!
 
Aber die KH sind an sich nicht so sklavisch zu begrenzen. Zudem ist das sehr individuell unterschiedlich, denn manch einer kommt selbst mit 60g noch dauerhaft in Ketose, manch einer fliegt beim "Dran denken" an Kohlenyhdrate schon raus aus der Ketose.
 
Wichtig ist auch die Zeitachse: Tag nach dem Entzug ist anders als Tag 350! Sie werden sehen, Sie werden immer stabiler! Also bitte keine sklavischen Werte verfolgen. Horchen Sie in sich rein, wenn Sie zitterig werden von einem Salzkartoffeln, dann steigen Sie auf Pommes um!
 
Denn eins ist sicher:Uns allen tut ein riesiger Teller Nudeln mit zuckeriger Tomatensauce, KArtoffeln pur, Süßigleiten und vieles mehr NICHT gut! Schon gleich gar nicht am TAg 1 nach dem Entzug! Also alles mit der Ruhe und es wird jede Woche besser!

21 Tage wiederholen nach Rückfall in Kohlenhydrate?

Liebe Frau Barkawi,
(...) eine weitere Frage habe ich noch zu der Diät, die ich im Frühjahr erfolgreich absolviert habe, inzwischen aber wieder sehr schluderich geworden bin. Ich habe auch daran gedacht, die Diät einfach zu wiederholen. Aber Sie schreiben ja in einer Ihrer Antworten, dass man dies nicht machen, sondern lediglich die 1-2 Trainingstage einlegen sollte. Reicht das wirklich aus? Ich habe Angst, dass mein Körper das Umschalten wieder verlernt hat.
 
Liebe Frau B.,
danke für Ihre nette Mail! Schön, dass es Ihnen mit meinem Konzept gut geht, zumindest so lange Sie nicht schluderig werden!:-)
 
Die kompletten 21 Tage wiederholen ist wirklich hard-core, wollen Sie sich das antun? 1-2 Trainingstage reichen allerdings auch nicht! Da ich Sie nicht kenne und nicht weiß, wie sie sich ernähren, wie alt, wie groß, wie schwer Sie sind, vor allem aber: wie konstant Sie wieder Kohlenhydrate gefuttert haben mit entsprechender „Abhängigkeit“, ist es auf die Ferne natürlich schwierig, einen Rat zu geben.
 
Ich würde einfach ein Döschen Keto-Stix kaufen (10 Euro bei Amazon oder in der Apotheke) und mal testen, wann Sie in Ketose kommen bei totalem Entzug. Junge Menschen um die 20 schaffen das meist nach 2-3 Tagen, viele von uns brauchen aber länger.
 
Und wenn Sie wieder drin sind in der Ketose müssen Sie nicht permanent drin bleiben, dafür reichen dann immer wieder mal 1-2 Trainingstag/e aus! Die muss man dann aber wirklich konsequent einmal die Woche einlegen, also gern mal einen Tag schluderig, aber danach sofort zurück. So geht schmerzfrei!

Migräne-Diät:Angst vor Unterzucker und Kreislaufkollaps zu Beginn?

Sehr geehrte Frau Barkawi,

 

Ich bereite mich auf die Radikal-Diät vor und bin sicher, dass sie mir hilft. Aber: Ich habe im Zustand der Unterzuckerung so drei-, viermal sehr sehr unangenehme körperliche Reaktionen gehabt: Zittern, kalter Schweiß, Kribbeln in Händen, Füßen und Lippen, trockener Mund, Angst, "umzukippen". Ich hatte das als Kreislaufprobleme eingeordnet (Jetzt bin ich schlauer).

 

Ich habe mit viel Trinken und Traubenzucker essen reagiert. Meine Sorge ist, dass mir das eventuell am Anfang der Diät so ergehen könnte. Dann fällt aber Traubenzucker als "Gegenmaßnahme" weg. 


Das einfachste wäre, die Diät unter ärztlicher Audsicht durchzuführen.  Mit Unterzuckerungszuständen ist ja nicht zu spaßen. Vielleicht mache ich mir auch zu viele Sorgen?

 

Liebe Frau O.,

 
die Symptome, die Sie beschreiben, sind typische Unterzucker-Symtome. Dabei werden Unmengen Adrenalin ausgeschüttet, denn damit hebt der Körper den Unterzucker wieder auf Normalniveau, solange er nicht in den „zweiten Motor“, die Ketose umschalten kann. Das kann leider etwas dauern, bei manchen Menschen bis zu 2-3 Wochen.
 
Diese Symptome sind sehr unangenehm, aber meist nicht gefährlich, solange Sie nicht komplett in den Keller absinkende Werte haben. Meist pendelt der Wert um "normal-niedrige" 80 herum, nichts desto trotz macht das Adrenalin massive Unruhe und dann beginnt bei den meisten von uns der Migräne-Kopfschmerz.
 
Bei vielen ist es am 4. Tag bereits besser, aber definitiv ist das keine Sache, die man man mal eben nebenbei machen sollte. Ein paar Urlaubstage wären prima, einfach eine ganz ruhige Kugel schieben, schön aufs Sofa legen und ein gutes Buch lesen, und - wenn Ihnen das Sicherheit gibt - auch ärztliche Begleitung.
 
Aber vielleicht bieten Ihnen auch das ein bißchen Sicherheit: Ein Blutzuckermessgerät! Ist ganz hilfreich, um die Werte zu überprüfen, wenn Sie sich Sorgen machen, und solange sie nicht auf 50-60 oder darunter absinken ist alles im grünen Bereich!
 
(Diabetiker-Messgerät gibt es für paar Euro bei zB. Amazon!)
 

Enttäuscht und traurig: Plötzlich einen Tag Migräne!

 

 

Schönen guten Tag Frau Barkawi,

 

Bis Vorgestern war ich "ein neuer Mensch" und toll glücklich und stolz meinen "Feind " im Kopf endlich besiegt zu haben , denn ich war doch tatsächlich  5 1/2  Wochen absolut Migränefrei !!.......bis GESTERN ! :-(

 

Gestern Vormittag fing das "hämmern" leider wieder an und wurde tagsüber immer schlimmer , sodass ich die letzte Nacht kaum schlafen konnte und heute Nacht/Morgen gegen 4:30 Uhr eine halbe Sumatriptan nehmen musste und leider auch nochmal um 9 Uhr heute Morgen eine halbe Sumaptriptan !

 

Ich bin wirklich etwas verwirrt und traurig/enttäuscht wieso ich denn jetzt aufeinmal wieder so starke Migräne habe ? Ich habe mir schon den Kopf zermartet woran es liegen könnte ? 

Hatten Sie in Ihrer "Anfangphase" auch so unerklärliche Migräneanfälle ?

 

Bin echt gerade etwas "fertig" und enttäuscht von meinem Kopf und bin für jede Hilfe gegen diese Migräne dankbar !!!

 

Vielen lieben DANK im voraus schonmal !!

 

Liebe S.,

 

bitte machen Sie sich nicht so viele Gedanken! Sie kennen garantiert eine Menge Menschen, die auch immer wieder mal einen Kopfschmerztag haben, ohne die Gründe nachvollziehen zu können.

 

Vielleicht bekommen Sie gerade eine Erkältung und Ihr Körper ist im Stress und schüttet unerklärlich viel Adrenalin aus, vielleicht hatten Sie auch einfach nur einen stressigen Tag mit viel Ärger und noch mehr Adrenalin. Mancher bekommt auch von der dritten Tasse Kaffee einen Kopfschmerz, zwei hingegen gehen problemlos. Das Koffein wirkt ja ähnlich auf die Gefäße wie das Adrenalin.

 

Es gibt 100 Gründe! Ihr Körper ist ja keine Machine, also wird es immer wieder zu Schwankungen kommen. Sie haben durch den Entzug (und durch das strategisch kluge Essen in der Folge) eine gute, solide Grundlage geschaffen, die Schwankungen weitgehend zu vermeiden, aber nicht komplett! Das Adrenalin schüttet sich leider unwillkürlich aus. 

 

Aber: Sie werden immer stabiler mit der Zeit! So kann ich mittlerweile prima mit leerem Magen eine Runde joggen gehen, das ging direkt nach dem Entzug noch nicht! 

 

Zudem können Sie, weil Sie die Reaktion Ihres Körpers besser verstehen, an stressigen Tagen gegensteuern und  einfach mal einen Happen mehr essen, wenn Sie wissen, dass der Körper mehr braucht. So trinke ich an hektischen Tagen beispielsweise gern Tee mit einem Löffel Kokosöl, dann hat das Hirn was zum verbrennen. 

 

Viele Frauen haben auch Migräne an den Tagen vor den Tagen, denn der steigende Östrogenspiegel führt zu wackeligem Blutzucker bzw. zu massivem Unterzucker, insbesondere wenn ab 30 Jahren das „Gegengift“ Progesteron ab der Zyklusmitte nicht mehr oder nicht mehr in ausreichender Menge produziert wird.

 

Bei vielen Frauen verstärkt sich deshalb die Migräne zwischen Ende 30 und 50 massiv, weil das Verhältnis Östrogen:Progesteron immer ungleichgewichtiger (siehe oben das Thema „Östrogendominanz“). Vielleicht lassen Sie sich hier mal testen? Progesteron-Kapseln (natürlicher Stoff!) hilft hier ab Tag 14 bis zum Monatsende manchmal Wunder!

 

Und wenn das Östrogen-Problem bei Ihnen nicht zutrifft, Kopf hoch und den Kopfschmerz als das sehen, was auch andere Leute ab und zu mal haben: Einfach mal einen „Bad Kopp-Day“. :-)

Ist Sushi No-Carb und Anti-Migräne-Food? Nein!

Hallo Frau Barkawi,

ich esse gern und viel Sushi, weil es schlank macht, kaum Kalorien hat und No-Carb ist. Nun habe ich gehört, dass das gar nicht so ist. Kann es sein, dass ich davon sogar Migräne bekomme?

 

Liebe Helen,

Sushi ist No-Carb und gesunde Schlank-Kost? Nee! Ausser Sashimi-Pur, im Gegenteil! Durch den Reis im Sushi wird wird viel Insulin ausgeschüttet, macht also nach Kurzer Zeit Unterzucker und damit "Kopp"  und blockiert zudem den Fettabbau über Stunden!

 

Auf der Skala des "Glykämischen Index" von 0 - 100 befindet sich Sushi mit einem Wert von 50-55 in schlechter Gesellschaft von Ketchup, Spaghetti und Traubensaft! Kaum zu glauben aber wahr!

 

Hier ein praktischer GlyX-Rechner, der so manche überraschende Erkenntnis bringt: 

 

Knallharte Diät in der Stillzeit anfangen? Bitte nicht!

Hallo Frau Barkawi,

ich stille noch, würde aber gern jetzt die Grissini-Diät beginnen. Oder soll ich lieber noch bis nach der Stillzeit warten?

 

Liebe S.,

die 21-Tage-Migräne-Diät in der Stillzeit beginnen? Eine oft gestellte Frage. Meine Antwort: Bitte nicht! Meine "Migräne-Diät" ist eigentlich keinen"Diät" sondern ein knallharter Entzug - und das macht man aus verschiedenen Gründen besser nicht parallel zum Stillen:

 

1. Sie werden fix&fertig sein, insofern ist das nichts für die ohnehin schon körperlich anstrengende Stillzeit.

 

2. Auch ist die Qualität der Milch mit dem bisschen, vor allem aber bewußt  Essen nicht sichergestellt. Das ist schon sehr einseitig, denn wir reden hier nicht von einer ausgewogenen "Brigitte Diät" sondern von einem harten Entzug als radikale Maßnahme für schwer schmerzkranke Menschen!

 

 3. Vor allem aber werden Sie abnehmen und im Körperfett gespeicherte Giftstoffe werden frei, sollten aber nicht in die Muttermilch gelangen - auch wenn Hollywood uns permanent den sofortigen Super-After-Baby-Body als absolutes Muss vorgaukelt!

 

Fazit: Hardcore-Grissini-Barkawi-Migräne-Diät  lieber erst nach dem Abstillen !

Migräne von Stress?

Migräne von Stress? Viele von uns können das nicht mehr hören! Was ist tatsächlich dran am  Stress-Bla-Bla? Es gibt Situationen, die zu massiver Adrenalinausschüttung führen: sehr anstrengenden Sport (insbesondere auf leeren Magen!), übler Streit, eine Stunde heulen, brutalen Ärger bis zum Händezittern, Beinahe-Unfälle mit einem starken Schreck...bei all diesen Dingen schießen Unmengen Adrenalin ins Blut und verengen massiv die Kopf-Gefäße. Danach hat man kalte Schweißausbrüche und noch lange (1-2 Stunden) ein starkes Unruhegefühl, kurz darauf beginnt der Schmerz, beim Sport schaffe ich es an unvernünftigen Tagen sogar in den Schmerz hinein zu joggen...!

 

Echter Stress ist nicht „psycho“, sondern bewirkt massive körperliche Veränderungen: Wenn Dir kalter Schweiß den Rücken runterläuft, Du hast kalte Hände und Füsse, bis hin zum Zittern, kannst nicht schlafen vor innerer Unruhe, dann hat Dich das Adrenalin im wahrsten Sinne kalt erwischt. Überleg doch mal, welche Funktion das Adrenalin  in der Evolution erfüllte: Kampf oder Flucht, also totale Aktivierung! 

 
Und wenn Dich der Säbelzahntiger bedrohte solltest Du nicht nachdenken sondern rennen! Deshalb: Gehirngefäße verengen sich,Blut & Energie stehen ausschließlich dem Körper zur Verfügung, gut erkennbar im Extrem z.B. am Black-Out bei einem aufgeregten Redner oder bei bei einer Prüfung! Unser Ötzi-Vorfahre ist dann wenigsten tatsächlich kilometerweit gerannt, uns macht das viele Adrenalin statt dessen brutale Kopfschmerzen! 
 
Vieles davon kann man natürlich nicht vermeiden, aber manchmal hilft es als Erklärung. Deshalb nach einem fetten Mega-Streit mit dem Gatten, den Kindern, dem Chef, den Kollegen eine Runde stramm durch den Wald marschieren, oder im Büro 10x die Treppe rauf und runter gehen, damit sich das Adrenalin wieder abbaut!
 
Denn: Wenn es im Körper über Stunden stehen bleibt, dann passiert genau das: Mega-Kopp von echtem, körperlichem Stress!

Hier finden Sie beinahe täglich eine aktuelle Fortsetzung mit den neuesten Fragen & Antworten rund um das Thema Migräne!

Wie fühlt sich Migräne an?

"So manches Mal wollte ich den Halbgöttern in Weiß mit ihren unsinnigen Stress-Diagnosen und den Hollywood-Filmemachern, die "Migräne" als vorgeschobene "Sex-Verhinderungs-Strategie" ins Lächerliche ziehen, ins Gesicht schreien:

 

"Esst das nächst Mal in der Eisdiele drei Kugeln Eis innerhalb von 60 Sekunden. Und das, was Ihr dann für wenige, aber kaum auszuhaltende Momente spürt, ist das, wovon Migräne-Patienten reden, wenn sie 24 Stunden vor Schmerzen kotzen..."

100% werbefrei!

 

Übrigens: Diese Seite ist zu 100% werbefrei, Sie sehen KEINE Werbebanner, Sie finden KEINE Hinweise auf Medikamente o.ä. oder Kaufempfehlungen.

 

Auch besteht KEINE Nähe zu pharmazeutischen Unternehmen, die sich gern - als Betroffene getarnt - auf Selbsthilfeseiten tummeln, diese finanzieren oder sogar betreiben.

 

Diese Seite dient ausschließlich Ihrer Information, ist kostenlos und privat finanziert aus dem Verkauf des Buches!

 

Daily Migräne-News:

Warum uns Obst fett, krank und Migräne macht: Jeden Tag 5x Obst - so lautet die Empfehlung nahezu aller Ärzte und Ernährungs-ratgeber. Für Migräniker, aber auch für Menschen, die ständig mit den Pfunden kämpfen, definitiv kein guter Ratschlag. Lesen Sie hier warum nicht:

http://bit.ly/1WT5hVx

Wieder ein Beleg dafür, dass weibliche Hormone höchst gefäßwirksam sind und somit starke Auswirkungen auf das Migränegeschehen haben können:

http://www.wissenschaft.de/…/journal_cont…/56/12054/1039966/

Hier guter Überblick, Liste
KH-freier Lebensmittel, Rezepte und vieles mehr!

Hilft Botox gegen Migräne?

Was ist dran am Hype um Botox gegen Migräne? Unter welchen Bedingungen kann es tatsächlich helfen? Eine kritische Betrachtung lesen Sie hier!

Rezepte - No Carb, aber trotzdem lecker!

Spezial-Rezepte für die knallharten No-Carb-Tage

Juni 2017: Toller Podcast zum Thema Migräne!

Aktuelles Interview zum Thema Migräne: 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2017 Die Grissini-Falle - Endlich ohne Migräne von Carena Barkawi