Migräne Kohlehydrat, Migräne Ernährung, Carena Barkawi
Migräne Kohlehydrat, Migräne Ernährung, Carena Barkawi
 

Obst, Salat und Rohkost - Nicht für jeden gesund!

Obst & Salat: Verantwortlich für Kopfschmerzen und Migräne?

Viele Menschen ernähren sich Low Carb oder sogar No-Carb, um Blutzuckerschwankungen und darauf folgende Migräne zu vermeiden. Salat und Rohkost ist deshalb bei vielen Ernährungsbewußten Bestandteil des No-Carb-Ernährungsplans.

 

Einigen Menschen geht es jedoch nicht gut mit Salat, im Gegenteil: Viele bekommen nachmittags Kopfschmerzen und Migräne, wenn sie mittags Salat hatten. Nicht immer ist daran nur der Kohlenyhdrat-Entzug schuld!

 

Salat ist in der Tat für viele Menschen nicht gut verträglich, auch wenn nicht jeder Kopfschmerzen bekommt, so gibt es doch eine ganze Menge Hinweise des Körpers, wenn man Salat eigentlich nicht verträgt.
 

Was heißt Salat "verträgt" man nicht gut?


Salat ist Rohkost und das an sich ist für viele schon schwierig zu verdauen. Hinzu kommt, dass viele Pflanzen über Stoffe verfügen, die gegen sogenannte "Fraßfeinde" wirken sollen. So sind beispielsweise die Schalen, welche die Möhre in der Erde schützend umhüllen sollen, vielen nicht sonderlich zuträglich, auch wenn sie in Rohköstler-Kreisen als gesund propagiert werden.
 
Wenn Sie sich also ein wenig selbst beobachten: Magengrummeln nach Rohkost- bzw. Salatverzehr ist schon mal ein guter Hinweis darauf, dass sich der Körper ganz schön abmühen muss mit dem Mageninhalt. Dadurch liegt der Salat oft sehr lange im Verdauungstrakt!

 

Weil Salat und Rohkost dann aber oft eher vergoren statt verdaut werden, entstehen bei vielen Menschen Gärungsgase. Sprich: Viele pupsen sich zu Tode nach Rohkost/Salat! Hier meldet sich ihr Körper lautstark, denn das ist schon mal ein klarer Fall von "vertrag ich nicht!"
 

Was hat Salat mit Migräne und Kopfschmerzen zu tun?


Was hat das aber mit Kopfschmerzen zu tun? Wenn Rohkost, Salat & Co. lange im Verdauungstrakt liegen und vor sich hin gären, entstehen Fusel-Alkohole. Das sind die, die einem nach einem ordentlich Suff bei der Faschingsparty am nächsten Tag schlimm "Kopp" machen. 
 
Empfindlichen Menschen, also uns Migränikern, machen sie auch in kleinen Mengen massiv Ärger! Unser Körper warnt uns aber wenigstens schmerzhaft. Andere merken es gar nicht, obwohl man es sogar messen und nachweisen kann: So haben viele Röhköstler eine gut erkennbare "Säufernase", obwohl sie null Alkohol trinken. Und auch bei Polizeikontrollen fallen spät abends immer wieder Menschen auf, die 0,2 Promille haben, obwohl sie nichts getrunken haben. Das war dann der Salat zu Mittag! 
 
Also mein Tipp: Wenn Sie immer wieder nachmittags Kopfschmerzen bekommen vom Salat, probieren Sie mal kurz in der Pfanne angeschwenkten Endiviensalat aus, durch die Hitze wird er wesentlich besser verdaulich. Die grünen Blatteile kürzer, die weißen, dicken länger anbraten! Viel Olivenöl und Salatdressing drüber und vielleicht eine Handvoll Quinoa!? Macht satt, ist wesentlich besser verdaulich und Sie haben trotzdem das, was Sie eigentlich essen wollten: Salat!

 

Migräne durch Obst?

Früher galt Obst als uneingeschränkt gesund. Je mehr, desto besser, und mehrmals am Tag, so lautetet die Empfehlung.
 
Migräniker wussten es schon immer besser, denn vielen von uns macht Obst - insbesondere auf leeren Magen - massiv "Kopp". Warum? Obst enthält jede Menge Zucker, nämlich Fructose, und die macht empfindlichen Menschen Unterzucker, obwohl Fructose ohne Insulin verstoffwechselt werden kann. Ein großer Vorteil für Diabetiker! Der Körper von Nicht-Diabetikern Körper reagiert dennoch darauf mit Insulinausschüttung. Der Blutzucker gesudner Menschen fährt Achternbahn, in der Folge werden Unmengen Adrenalin ausgeschüttet. Und genau das ist massiv gefäßwirksam, und die Migräne beginnt...!
 
Aber vielleicht können wir fast dankbar sein, dass unser Körper uns schmerzhaft warnt, denn mittlerweile weiß man, dass Obst in größeren Mengen dick und krank macht. Als "Diät" ist Obst gleich gar nicht geeignet, denn es landet sofort auf den Hüften. Was lange nicht klar war:

 

"Fructose wird direkt in der Leber abgebaut.

Dort entstehen aus der Fruktose Vorstufen von Molekülen, die der Speicherung von Fett dienen!"

 

Dr. Philipp Gerber, Oberarzt Klinik für Endokrinologie,

Universitätsspital Zürich (Schweiz)

 

 
Obst ist gesund. Je mehr, desto besser?

 

Auf den ersten Blick scheint es vollkommen abwegig: Ausgerechnet der Zucker im Obst soll ungesünder sein als andere Zuckerarten? Doch zuviel Fruchtzucker (Fruktose), führt zu Übergewicht, erhöht die Cholesterinwerte – und begünstigt so Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall. Das zeigen aktuelle Untersuchungen. Ärzte und Ernährungswissenschaftler schlagen Alarm.

 

Lange genoss Fruchtzucker ein positives Image. Ob in Kuchen, Konfitüre oder Schokolade oder in speziellen Produkten für Diabetiker: Sie enthielten keinen gewöhnlichen Haushaltszucker, der je zur Hälfte aus Frucht- und Traubenzucker (Glukose) besteht, sondern oft ausschließlich den vermeintlich gesunden Fruchtzucker. Viele Menschen, die einfach ein paar Kilo abnehmen wollten, nahmen Diabetiker-Produkte zu sich, und wunderten sich, dass sich auf der Waage nichts tat, oder sie sogar zunahmen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier

 

Die Erklärung: Fruktose wird direkt in der Leberabgebaut. Dort entstehen aus der Fruktose Vorstufen von Molekülen, die der Speicherung von Fett dienen. Vor Jahrtausenden, zur Zeit der Jäger und Sammler, entschied diese Fähigkeit in Hungerphasen über Leben oder Tod. Heute sind diese lebenserhaltenden Fettpolster in westlichen Ländern nicht nur überflüssig, sondern schaffen durch einen steigenden Anteil übergewichtiger Menschen große Probleme. Viele "Dicke" ernähren sich vermeintlich gesund - mit viel Obst - und wissen nicht, dass Ihr Körper zur Fetteinlagerung aufgerufen wird!

 

Forscher der US-amerikanischen Yale-Universität fanden noch eine weitere Erklärung für die Gewichtszunahme durch Frucht­zucker. Anhand von Magnetresonanztomografien des Gehirns konnten sie zeigen: Fruktose macht uns nicht satt. Im Gegenteil: Der Wunsch nach Essen bleibt. Und nach einer Obst-Zwischenmahlzeit fällt das darauf folgende Mittag-oder Abendessen vielfach doppelt so groß aus.

 

Viel Schaden, wenig Nutzen

 

Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, wie sehr Fruktose unsere Gesundheit negativ beeinträchtigt. Der Schweizer Experte Philipp Gerber belegte beispielsweise, dass bereits nach drei Wochen täglicher Zufuhr von 80 Gramm Fruktose die Menge der schädlichen LDL-Cholesterin-Partikel im Blut erheblich ansteigt. Die Blutfette werden also von Kohlenhydraten erhöht, nicht von der fettigen Schweinshaxe!

Außerdem re­agierten die Körperzellen seiner gesunden, normalgewichtigen Versuchspersonen weniger empfindlich auf Insulin. In diesem Fall nehmen die Zellen weniger Glukose auf – was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führt. Eine Entwicklung, die langfristig in Diabetes münden kann.

 

Hinzu kommt: Wenn große Fruktosemengen abgebaut werden müssen, fallen Substanzen wie Harnsäure an, die indirekt den Blutdruck erhöhen und eine leichte Entzündung im Gefäßsys­tem hervorrufen können – Risikofaktoren für Herz­infarkte und  Schlaganfälle. Und erst kürzlich veröffentlichten Forscher um den Zellbiologen Professor Wilhelm Krek von der Eid­genössischen Technischen Hochschule Zürich diesen bedenklichen Befund: Offenbar kann bei Menschen, die ­bereits unter Bluthochdruck leiden, Fruktose im Herzen über mehrere ­Zwischenschritte das Wachstum des Herzmuskels über ein gesundes Maß hinaus stimulieren.

 

All diesen negativen Meldungen zur Fruktose stehen – bis auf die heute unnötige Anregung der Fettspeicherung – keine positiven Wirkungen gegenüber. "Fruchtzucker hat sonst keinen direk­ten Nutzen für den Organismus", sagt Experte Gerber. 

 

Keine Angst vor Obst! Gilt das auch für Migräniker?

 

Trotzdem will Professor Andreas Pfeiffer, Direktor der Abteilung für Endokrinologie, Diabetes und Ernährungsmedizin an der Charité Berlin, Fruktose nicht grundsätzlich verdammen.

 

Er rät eindringlich davon ab, wegen der Schattenseiten von Fruktose den Obstkonsum zu reduzieren: "Damit eine Menge zusammenkommt, die deutliche negative Effekte hervorrufen kann, müsste man schon ein ganzes Kilogramm Äpfel verdrücken. Beim Migräniker sieht das jedoch anders aus! Da reichen oft schon kleine Mengen, wie beispielsweise eine Banane zwischendurch, um 2-3 Stunden später massive Migräne auszulösen!

 

HFCS: Das süße Gift

 

Die Menge, bei der versteckte Fruktose zu ei­nem Problem wird, schafft vor alle die Lebensmittelindustrie. Vor allem gesüßte Getränke wie Limonaden und Softdrinks enthalten extrem viel Fruchtzucker. So weit, so bekannt. Dass aber auch Pizza, Ketchup und viele unverdächtige Lebensmittel mit sogenantem High Fructose Corn Sirup (HFCS) gesüßt werden, erkennt man nicht auf den ersten Blick.
 

Zwei simple Gründe machen Fruchtzucker bei Lebensmittelfirmen weltweit so beliebt: Süß & billig! Er ist doppelt so süß wie Glukose, und er lässt sich besonders billig herstellen. 

Migräniker sollten also bei Obst und Obstsäften - insbesondere auf leeren Magen - sehr vorsichtig sein. Orangensaft oder die allseits beliebten Smoothies enthalten große Mengen von Fruchtzucker und bedeuten für viele "Migräne-Garantie"!

 

Aber gründe Smoothies doch nicht? Die sind doch "soooo gesund"?!

 

Smoothies:

Mehr Zucker als Cola!

Neulich im Wirtschaftsteil: Coca Cola will nur noch 31 statt 35 Stück Würfelzucker auf 1 Liter Cola unterbringen. Aber Cola trinken wir modernen, gesunden, aufgeklärten Menschen ja nicht, und wir Migräniker schon gleich gar nicht...

 

Statt dessen lieber gesunde grüne Smoothies! Wenn Du danach brutal "Kopp" bekommst, hier eine klitzekleine Frage: Wie viele Stück Würfelzucker enthalten grüne Smoothies im Durchschnitt? 

 

Richtig: 35! Selbst die angeblich so gesuden grünen Smoothies haben demnächst mehr Zucker (in diesem Falle Fructose) als Cola! Smoothie auf leeren Magen zum Frühstück, und Du musst Dir keine Sorgen mehr darum machen, ob das heute wieder mal ein Migräne-Tag wird...!;-)

 

Hier zum Nachlesen eine Öko-Test-Studie:https://www.merkur.de/leben/genuss/oeko-test-viele-gruene-smoothies-enthalten-zu-viel-zucker-zr-7437738.html

 

Fazit: Obst, Obstsäfte, Smoothies sind von Migränikern mit großer Vorsicht zu genießen...!

Mehr Info rund um Migräne, Ursachen, Tipps & Tricks:

Wie fühlt sich Migräne an?

"So manches Mal wollte ich den Halbgöttern in Weiß mit ihren unsinnigen Stress-Diagnosen und den Hollywood-Filmemachern, die "Migräne" als vorgeschobene "Sex-Verhinderungs-Strategie" ins Lächerliche ziehen, ins Gesicht schreien:

 

"Esst das nächst Mal in der Eisdiele drei Kugeln Eis innerhalb von 60 Sekunden. Und das, was Ihr dann für wenige, aber kaum auszuhaltende Momente spürt, ist das, wovon Migräne-Patienten reden, wenn sie 24 Stunden vor Schmerzen kotzen..."

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Auch besteht KEINE Nähe zu pharmazeutischen Unternehmen, die sich gern - als Betroffene getarnt - auf Selbsthilfeseiten tummeln, diese finanzieren oder sogar betreiben.

 

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Daily Migräne-News:

Warum uns Obst fett, krank und Migräne macht: Jeden Tag 5x Obst - so lautet die Empfehlung nahezu aller Ärzte und Ernährungs-ratgeber. Für Migräniker, aber auch für Menschen, die ständig mit den Pfunden kämpfen, definitiv kein guter Ratschlag. Lesen Sie hier warum nicht:

http://bit.ly/1WT5hVx

Wieder ein Beleg dafür, dass weibliche Hormone höchst gefäßwirksam sind und somit starke Auswirkungen auf das Migränegeschehen haben können:

http://www.wissenschaft.de/…/journal_cont…/56/12054/1039966/

Hier guter Überblick, Liste
KH-freier Lebensmittel, Rezepte und vieles mehr!

Hilft Botox gegen Migräne?

Was ist dran am Hype um Botox gegen Migräne? Unter welchen Bedingungen kann es tatsächlich helfen? Eine kritische Betrachtung lesen Sie hier!

Rezepte - No Carb, aber trotzdem lecker!

Spezial-Rezepte für die knallharten No-Carb-Tage

Juni 2017: Toller Podcast zum Thema Migräne!

Aktuelles Interview zum Thema Migräne: 

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