Migräne Kohlehydrat, Migräne Ernährung, Carena Barkawi
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Leseprobe Buch: TCM Traditionelle Chinesische Medizin und Akupunktur 

Kurzinfo für Ungeduldige:

Hypothese: Akupunktur ist eine alternativ-medizinische Heilmethode, welche in der traditionell chinesischen Medizin seit mehr als 2000 Jahren erfolgreich eingesetzt wird gegen jede Art der Erkrankung. Auch bei Migräne hat die Akupunktur angebliche Heilerfolge vorzuweisen, so dass diese Art Therapie mittlerweile sogar von Krankenkassen gezahlt werden.

 

Aufwand: Gering bis Mittel. Eine umfassende Erstanamnese bei einem guten Therapeuten geht recht flott, die einzelne Sitzung dauert ca. 20 Minuten. Je nach Schwere der Erkrankung reicht manchmal eine Sitzung mit entsprechend gesetzten Akupunktur-Nadeln, manchmal ist auch ein Block von bis zu 10 Behandlungen im wöchentlichen Abstand notwendig. Die Wirkung im Körper setzt möglicherweise mit wochen- oder monatelangem Zeitverzug ein – vielleicht aber auch gar nicht.

 

Fazit: Akupunktur ist ein interessanter Ansatz. Da die Kassen die Kosten übernehmen und es eine Vielzahl beachtlicher Erfolge gibt, ist es auch bei Migräne sicher einen Versuch wert, allerdings immer bei einem erfahrenen, gut ausgebildeten Behandler, denn auch in dieser Szene gibt es eine Menge Hokuspokus.

 

(Leseprobe Buch)

TCM Traditionelle Chinesische Medizin &  Akupunktur

 

Der erneute, resignierte Vorsatz, mich meinem Migräneschicksal zu ergeben, war natürlich nicht lange gültig,  weil ein Leben mit Dauerschmerz und permanentem unfreiwilligen Besuch der Kachelabteilung mit Essen im Rückwärtsgang nicht lebenswert ist. Mittel- bis langfristig geht der permanente Schmerz zudem mit einer Häufung ernsthaft suizidalen Ich-springe-jetzt-vom-Kirchturm-Gedanken einher. Viele Ärzte leben von verzweifelten Schmerzpatienten und ich möchte gar nicht wissen, wie viele der ca. 10.000 in Deutschland pro Jahr freiwillig aus dem Leben scheidenden Menschen eigentlich schlecht therapierte Schmerzpatienten sind.

 

Die sehr bemühte NAET-Therapeutin gibt mir nach erfolgloser Behandlung jedoch noch einen Tipp mit auf den Weg, den ich nach der nächsten unerträglichen Schmerzattacke in Angriff nahm, auch wenn ich mir eigentlich geschworen habe, mich meinem Schicksal zu ergeben. Ihre Empfehlung beruht auf Patientenberichten, die auf einen in China zum Akupunkteur ausgebildeten Arzt schwörten.

 

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist weit mehr als 2000 Jahre alt und umfasst verschiedenste Heilmethoden, unter anderem die Akupunktur. Das Wissen um Akupunkturpunkte, den Verlauf der Meridiane etc. ist älter als die westliche Medizin, dennoch umstritten und in seiner Wirksamkeit nicht uneingeschränkt anerkannt. Die Meridiane sind in der TCM „Datenautobahnen“, in denen die Lebensenergie (Qi) fließt. Im Meridiansystem gibt es zwölf Hauptmeridiane, die jeweils einem Organ beziehungsweise Organsystem zugeordnet sind. Auf den Meridianen liegen die Punkte, die in der Akupressur und der später entwickelten Akupunktur mit Fingerdruck bzw. Nadeln behandelt werden.

 

Ist der Datenfluß auf diesen "Datenautobahnen" gestört, kommt es zu unterschiedlichen Erkrankungen. So ist beispielsweise Migräne aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin ein typisches Symptom eines gestörten Lebermeridians. Mit dem Zusammenhang zwischen Lebermeridian und Kopfschmerzen hat es folgende Bewandtnis: Die Leber ist daran beteiligt, den Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten und wandelt bei Bedarf Glykogen in Glukose um. Funktioniert dieser Mechanismus nicht, sinkt der Blutzucker extrem ab. Nun schüttet der Körper in höchster Alarmbereitschaft zusätzlich Adrenalin aus, um den gefährlich niedrigen Blutzucker wieder zu normalisieren. Empfindliche Menschen bekommen davon heftige Kopfschmerzen oder gar Migräne. (Auf genau diesen Mechanismus gehe ich ab Kapitel „ Eine erste Spur: Das süße Gift“ ein!)

 

Die „Datenautobahn“ des Lebermeridians verläuft grob gesagt von der linken Brust über die Innenseite des linken Beines hinab zum linken großen Zeh. Zudem befindet sich das gesamte Organsystem, somit also auch die Leber,  nochmals abgebildet und repräsentiert auf dem Ohr und lässt sich hier unterstützend ebenfalls per Akupunktur „nadeln“.

 

Der mir wärmstens empfohlene TCM-Arzt hat in Deutschland Medizin studiert, in China zusätzlich promoviert (wie sich hinterher herausstellt lediglich ein Ehrendoktor Honoris Causa, Dr. h.c., aber das sind möglicherweise akademische Spitzfindigkeiten) und soll ein Meister seines Fachs sein.

 

Entsprechend lang ist die Warteliste, um die heiligen Hallen zu einem Erstgespräch betreten zu dürfen. Die Koryphäe residiert in einer relativ kleinen 3-Zimmer-Wohnung in einem Wohngebiet in München. Seine holde Gattin wacht als Drachen an einem provisorischen Empfangstresen über Termine, Geld und Patientenstrom. Interessanterweise wird man gleich nach dem Betreten der Praxis vorab zur Bar-Zahlung aufgefordert und bekommt erst dann die Genehmigung, das Wartezimmer oder gar das Behandlungszimmer zu betreten. Nachdem aber die handwerklichen Fähigkeiten des Meisters hoch gelobt wurden und ich dieses Inkasso-Procedere nach langem Auslandsaufenthalt der Nadel-Kapazität in der chinesischen Kultur verankert vermute, lasse ich mich zunächst nicht weiter irritieren von den Alarmglocken in meinem Kopf.

 

Der Akupunkteur interviewt mich nur wenige Minuten, denn für einen echten Profi ist die Sachlage anscheinend binnen Sekunden klar: Der Leber- und Gallenmeridian! Diese beiden Schlingel werden nur in 10 weiteren Sitzungen für je knapp 100 Euro per Vorkasse für ca. 20 Minuten mit Akupunktur-Nadeln gespickt. Zudem - und das treibt mir heute noch die Tränen in die Augen - gab es Nadeln in ausgewählte Punkte der Hand, der Fingerspitzen, der Zehenspitzen und der Ohrmuschel, sowie im Gesicht. Höchst unangenehm, vor allem aber leider auch höchst wirkungslos.

 

Der Meister donnert routiniert, aber - nichts desto trotz extrem schmerzhaft - die Nadeln in mich rein, eilt in sein zweites Behandlungszimmer zu seinem zweiten Delinquenten, den er parallel nadelt. Darauf hin düst er dann wieder in sein Besprechungszimmer, dem der Hausdrachen währenddessen den nächsten schon abkassierten Kunden zugeführt hat. Patienten als Kakteen im Akkord! Eine Geniale Gelddruckmaschine unter dem Deckmäntelchen der Chinesischen Heilkunst.

 

Ein Handtaschenwechsel führte zum abrupten Ende der Behandlungsserie, denn die Xanthippe im Kassenhäuschen verweigerte mir nach acht brav vorab cash bezahlten Terminen die Audienz beim Herrn und Meister auf Rechnung, denn mein Portemonnaie steckte in der verkehrten Handtasche. Und die stand Zuhause.

 

Vermutlich muss ich auch nicht extra dazu sagen, dass ich mittlerweile ohnehin an der Wirksamkeit der Behandlung zweifelte, ganz sicher aber nicht an der Geschäftstüchtigkeit dieses Medizinmannes. Es mag Patienten geben, denen Akupunktur hilft, vielleicht tue ich dem Nadel-Gott auch furchtbar unrecht, denn sein guter Ruf muss ja einen Grund haben.

 

Mir hat es aber leider nicht geholfen und das abkassierende Drumherum war einer Spielhölle am Hauptbahnhof würdig. Vielleicht sollte man das als aktualisierten Grundsatz in den zeitgenössisch modernisierten Hippokratischen-Eid aufnehmen: Zocke keine leidenden Patienten ab!

 

 (Ende Leseprobe)

 

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"So manches Mal wollte ich den Halbgöttern in Weiß mit ihren unsinnigen Stress-Diagnosen und den Hollywood-Filmemachern, die "Migräne" als vorgeschobene "Sex-Verhinderungs-Strategie" ins Lächerliche ziehen, ins Gesicht schreien:

 

"Esst das nächst Mal in der Eisdiele drei Kugeln Eis innerhalb von 60 Sekunden. Und das, was Ihr dann für wenige, aber kaum auszuhaltende Momente spürt, ist das, wovon Migräne-Patienten reden, wenn sie 24 Stunden vor Schmerzen kotzen..."

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http://bit.ly/1WT5hVx

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http://www.wissenschaft.de/…/journal_cont…/56/12054/1039966/

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